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Mit alten Baustoffen kreativ gestalten
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Artikel der Kategorie Dezember, 2008

Gartenteich 1.Tag

Dezember 12, 2008 Von: Karl-Heinz Kategorie: Unser Schwimmteich Noch keine Kommentare →

Absteckung Gartenteich Im März 2008 entschlossen wir uns, ehrlich gesagt mehr ich als wir, einen Gartenteich zu bauen. Am 29.03 habe ich in etwa die Lage des Teiches mit seinen Tief,- Flach und Randzonen abgesteckt. Wurde auch höchste Zeit, denn der Radlader und Bagger zum Ausheben des Loches standen bereits vor dem Tor. Im Hintergrund rechts, gut zu sehen, unser Hofhund Rex bei der Abnahme der Absteckung. Den Teich teilte ich in drei Zonen ein – eine Tief,- eine Flach,- und eine Filterzone. Die tiefste Stelle des Teiches beträgt über zwei Meter; der Filterbereich etwa einen Meter. Der Radlader beseitigt die Grasnarbe und den Mutterbodenl
Bis zum Frühstück ging die Arbeit relativ gut voran. Der Boden war nicht zu trocken und auch nicht zu nass. Die Schaufel des Radladers grub sich immer tiefer in das Erdreich und hatte fast die tiefste Stelle erreicht. Allerdings hatten wir es ab einen Meter Tiefe mit Lehm und Ton zu tun, der sich nur schwer lösen ließ. Bei etwa 1,50m hatten wir dann das Problem, mit dem niemand gerechnet hatte: der boden wurde schwabbelig und Schichten- wasser trat aus. Der Radlader konnte nur mühsam den Lehm lösen und sank mit seinen Rädern immer tiefer ein. Teich - der Schwimmbereich Irgendwie haben wir es dann doch geschafft und die entgültige Tiefe erreicht. Allerdings sammelte sich nun an der tiefsten Stelle das Schichtenwasser, was zu befürchten war. Jetzt musste eine Pumpe her. In den folgenden Tagen und Wochen pumpten wir nun jeden zweiten Tag etwa einen Kubikmeter Wasser ab, welches wir gut für die Gartenbewässerung gebrauchen konnten. An unseren ersten “Teicharbeitstag” konnten wir dann noch einen Teil der Flachwasserzone ausheben, dann war Feierabend!



Sanierung des Backhauses (1)

Dezember 11, 2008 Von: Karl-Heinz Kategorie: Alles mögliche Noch keine Kommentare →

Das Backhaus vor dem Umbau

Nachdem wir den Hof übernommen hatten, war der Backofen bereits seit über 15 Jahre nicht mehr in Betrieb genommen worden. Dementsprechend war auch der Zustand. Der Dachstuhl war morsch und teilweise eingebrochen, die rechte Giebelwand eingerissen und sackte langsam Richtung Wohnhaus ab und einige Deckenbalken sahen auch nicht mehr so aus, dass sie die nächsten Jahre noch überstehen würden. Der Schlot war bis zur Deckenöhe nicht mehr zu retten, musste abgetragen, und dann wieder neu hochgezogen werden. Es war also Gefahr in Verzug und wir mussten handeln.
Das Backhaus, welches gleichzeitig die Futterküche war, stand sehr nahe am Haus und beinträchtigte den Lichteinfall zur Küche. Wir entschlossen uns den Backofen zu erhalten, aber die äußerlich Hülle so zu verändern, dass die Gesamtstabilität wieder vorhanden war und wir mehr Licht in die neue Küche bekommen würden.
Dazu wurde das alte Dach entfernt und der Schlot bis zur Deckenhöhe abgetragen. Die alte Lehmdecke, die zum Teil schon herruntergefallen war, entfernten wir gleich mit und ließen nur die intakten Deckenbalken liegen.

Unser Wohnhaus

Dezember 10, 2008 Von: Karl-Heinz Kategorie: Unser Wohnhaus Noch keine Kommentare →

Unser Wohnhaus 1996 nach der Sanierung in der Straßenansicht

Unser Wohnhaus wurde etwa 1888 gebaut. Damals war es etwa 6 m kürzer. Später wurde es dann noch um drei Räume erweitert. Die jetzige Länge des Hauses beträgt über 20 m. Als wir das Grundstück 1994 mit allen Gebäuden übernahmen befanden sich das Wohnhaus und die Nebengebäude in einem schlechten Zustand. Zuerst wollten wir alles verkaufen, dann aber entschlossen wir uns doch, in dem Glauben es vermieten zu können, zu einer grundlegenden Sanierung. Die Vermietung ging natürlich schief. Mehr dazu unter: Böse Mieter.
Einiges, was wir damals “sanierten”, würden wir zur heutigen Zeit natürlich volkommen anders machen. Nunja aus Fehlern lernt man.

Baumaterialien

Dezember 09, 2008 Von: Karl-Heinz Kategorie: Alles mögliche 1 Kommentar →

Unter dem Begriff “Historische Baustoffe” sind all jene Baustoffe, die in alter handwerklicher oder auch in historisch industrieller Fertigung hergestellt wurden wie Türen, Fenster, Treppen aber auch so genannte Massenbau-stoffe wie Mauer- und Dachziegel, bearbeitete Natursteine, Fliesen und Beschläge zusammengefasst. Alle diese Baumaterialien haben eines gemeinsam, sie weisen Gebrauchsspuren auf, die ihr Alter, ihre Funktion und Geschichte beurkunden. Historische Baustoffe, die sorgfältig ausgebaut und geborgen werden, entlasten zunächst einmal unsere Mülldeponien. Natürliche Ressourcen werden eingespart und das Baumaterial kann sinnvoll wiederverwendet werden. Es steht dem Bauherrn zur Sanierung seines alten Hauses, dem Hausbauer der in seinem neuen Gebäude Akzente setzen möchte, oder der Denkmalpflege zur Verfügung.

Bereits in den vergangenen Jahrhunderten wurden für die Errichtung neuer Gebäude auch Baustoffe aus alten Gebäuden, die entweder abgerissen oder anderweitig zerstört wurden, verwendet. Dieses konnte solange geschehen, wie die Funktion des alten Baustoffes erhalten blieb. Auch heute noch gilt der Grundsatz, dass eben ein Stein ein Stein bleibt.
Alte Baumaterialien, die meist bei Umbauten oder Abbrüchen achtlos entsorgt werden, kommen bei Restaurierungendurch engagierte Besitzer alter Häuser wieder zum Einsatz. Hierdurch kann die Originaltreue historischer Gebäude erhalten werden und ein wichtiger Beitrag zur Aufwertung des Ortsbildes wird geleistet. Außerdem werden so die ansonsten anfallenden Abfälle an Holz und Bauschutt reduziert.
Oft sind die Materialien der alten Baustoffe wesentlich besser als das, was man heute im Baumarkt kaufen kann. Denn sie haben ja schon ihre Qualitätsprobe am Gebäude überstanden. Viele Dachziegel kann man, auch nachdem sie 300 Jahre auf dem Dach gelegen haben, wieder verarbeiten. Doch die so angelieferten Baustoffe müssen zunächst noch aufgearbeitet werden, damit sie für eine erneute Nutzung in Frage kommen.
Wer originalgetreu restauriert, holt sich nach Ansicht vieler Experten nicht nur wertvolle Baumaterialien ins Haus, sondern ein Stück Handwerks- und Kulturkunst. Unser Baustofflager Doch auch im Neubau werden zunehmend alte Baustoffe verwendet. Hier jedoch aus rein ästhetischen Gründen. Viele Bauherren bevorzugen heutzutage ein möglichst individuelles Bauen. Man möchte sich vom modernen Einheitsbrei unterscheiden, und besondere vier Wände beziehen. Eine Möglichkeit sind alte Baustoffe, wie zum Beispiel Dielen. Sind die Dielen einmal verlegt, strahlen sie eine unvergleichliche, gemütliche Behaglichkeit aus. In der Regel können Ihnen die Händler historischer Baustoffe verschiedene Holzsorten anbieten wie: Eiche, Kiefer, Lärche, Pitch-Pine und vieles mehr.
Wir haben uns seit 1996 ein umfangreiches Lager für alte Baustoffe angelegt. Erst war es ein Hobby, dann ab 1998 gewerblich und nun wieder rein Privat.


Landleben

Dezember 08, 2008 Von: Karl-Heinz Kategorie: Landleben 1 Kommentar →

Leben auf dem LandeImmer mehr Menschen ziehen von der Stadt aufs Land um dort zu wohnen. Das Landleben ist für sie die bessere Alternative zum Stadtleben. Aber welche Vorteile sind es, die die Menschen im Landleben sehen, und welche Nachteile bringt dieses jedoch auch mit sich?
Zunächst ist zu sagen, dass das Leben auf dem Land zu besseren Wohnverhält- nissen führt. Wohnungen sind dort oft größer und preisgünstiger zu erwerben. Viele Landbewohner bewohnen Einfamilienhäuser und alte Bauernhöfe. Als Gründe dafür sind der günstigere Baugrund sowie die geringere Wohndichte zu nennen.
Je nach Mentalität des Landbewohners kann das Landleben seine Lebensqualität einschränken. So ist zu bedenken, dass weite Wege das Leben verteuern. Hiervon sind zunächst die alle, die noch einer Arbeit in der weiteren Umgebeung nachgehen müssen, betroffen. Sie müssen pendeln. Ihre Arbeitsplätze befinden sich, fern vom Wohnort, in den Ballungsräumen. Darüber hinaus ist auch die Fahrt zu den weiterführenden Schulen von kleinen Orten oder Dörfern aus aufwendiger. Schüler müssen längere Wege und teils hohe Fahrtkosten in Kauf nehmen, um an die Hauptschule, Realschule oder das Gymnasium ihrer Wahl zu gelangen. Die Natur genießenLebt man auf dem Land, gibt es obendrein nur eingeschränkte Einkaufsmöglichkeiten. Um z.B. bestimmte Produkte in Spezialgeschäften zu bekommen, muss man gegebenenfalls weite Wege in die nächst größere Stadt auf sich nehmen. Außerdem befinden sich die großen Einkaufszentren mit günstigen Angeboten in der Nähe von Städten und seltener in ländlichen Gebieten. Aber dafür hat der Landbewohner Ruhe, das Leben tickt langsamer, gute Luft, Nachbarschaftshilfe bei Bedarf, ständig Vögel auf der Fensterbank, die man in der Stadt selten oder nicht sieht! Und dann spielt der finanzielle Aspekt noch eine große Rolle. Wir persönlich sind der Meinung, dass man einfach viel weniger Geld braucht. Wie oft geht man in der Stadt durch die Geschäfte und kauft etwas, was man eigentlich gar nicht braucht. Der Kaufreiz ist in der Stadt viel größer als auf dem Land.
Dagegen wiederum sind die zwischenmenschlichen Beziehungen als positiver Aspekt des Landlebens zu betrachten. In den Dörfern ist das Gemeinwesen überschaubarer als in Städten. Es kennt jeder jeden und zu fast jeder Zeit sind Gespräche mit Nachbarn über den Gartenzaun möglich. Ebenso wird auf dem Land auch die Nachbarschaftshilfe groß geschrieben. Im Krankheitsfall z. B. wird sich gegenseitig geholfen. Des weiteren unterstützen sich die Bewohner bei verschiedenen Arbeiten oder auch bei der Gestaltung von Festen und Feiern.
Zwar bringt das Gemeinschaftsleben auf dem Land die eben genannten Vorteile, aber es führt ebenso dazu, dass die Anonymität eines Jeden eingeschränkt wird oder sogar ganz wegfällt. Der private Bereich einer Familie ist für viele einsehbar. Vorsicht - der Nachbar weiß, was Sie Tragen Dies führt schließlich dazu, dass nach einer gewissen Zeit der Nachbar weiß, wie oft und gründlich man seine Wäsche wäscht. Auch andere Gewohnheiten, z.B. wie oft man in die Stadt fährt, und selbst die Besucher einzelner Familien sind den Nachbarn bald bekannt. Klatsch und Tratsch sind ebenfalls typisch für das Landleben. Untereinander wird über die Familienleben der Dorfbewohner und deren finanzielle Verhältnisse gesprochen und gelästert. Der Neid ist ein ständiger Begleiter des Landlebens!
Die Nähe zur Natur ist ein wichtiger Punkt, der ebenfalls betrachtet werden sollte. Die Natur das ganze Jahr über mitzuerleben, reizt wohl die meisten Menschen. Sie können sich darüber in ihren Hausgärten oder in den nicht weit entfernten Wäldern und Wiesen erfreuen.
Dafür sind die kulturellen Angebote oft nicht ausreichend, sie sind auf das Landleben beschränkt. So sind selten Theater- und Konzertbesuche möglich. Auch Bibliotheken und Museen, wie man sie in Städten kennt, sind auf Dörfern kaum vorhanden, ebenso wie Volkshochschulangebote. Dafür gibt es viele Vereine in denen man sich gesellschaftlich aktiv bewegen kann. Wer in der Stadt kann schon sagen, dass er einen Reiterhof direkt in der nähe hat. Pferd auf der Koppel
Ein nicht unwesentlicher Aspekt ist, dass das Leben auf dem Land wesentlich gesünder als in der Stadt ist. Der Erholungswert ist weitaus größer. So hat der schon oben angeführte Punkt, dass, wenn der Arbeitsplatz weit entfernt liegt, die Lebensqualität eingeschränkt wird, auch die positive Folge, dass man durch diese Ferne leichter ausspannen kann. Ebenso tragen die Schönheiten der Natur zur Erholung bei. Man lebt auf dem Land bedeutend ruhiger. Dies ist auf den wenigen Verkehr, die kaum vorhandene Industrie und auch auf die geringe Wohndichte zurückzuführen. Zudem ist die Umwelt in naturnahen Gebieten kaum belastet.
Die ärztliche Versorgung muss nicht unbedingt schlechter sein. Die nächste Arztpraxis ist ganz in der Nähe (auch auf dem Land gibt es gute Ärzte). Es gibt zwar kein Krankenhaus und keine Fachärzte – diese befinden sich eher an zentralen Orten, also hauptsächlich in den Städten – jedoch ist die fachärztliche Versorgung nicht unbedingt schlechter. Apotheken sind auf dem Land ebenfalls schwer zu finden. Dafür werden die Medikamente durch die Apotheken bis vor die Haustür gebracht. Wer seine Medikamente online bestellt bekommt sie ohnehin frei Haus.
All die oben aufgeführten Argumente zeigen, dass das Landleben nicht nur negative Dinge mit sich bringt. Jeder sollte deshalb für sich selbst entscheiden, ob ihm das Leben auf dem Land die gewünschte Veränderung bringen würde.

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