ANTIK + NATUR

Mit alten Baustoffen kreativ gestalten
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Artikel der Kategorie Dezember, 2009

Nur ein Gerücht?

Dezember 25, 2009 Von: Karl-Heinz Kategorie: Landleben, Was mich bewegt Noch keine Kommentare →

Man sprach schon lange davon, aber ich wollte es nicht glauben. Sollte es wirklich dort seinen Anfang nehmen. Hin- und hergerissen vom Zweifel am Wahrheitsgehalt dieses Gerüchtes machte ich mich auf den langen Weg über gut ausgebaute Straßen, über breite Flüsse, vorbei an Äckern, voll mit Früchten der Natur, und an Äckern, welche bereits von der einmaligen Flora eines, von Menschenhand unberührten Stücks Erde und Subventionsverschlingende Zurückhaltung der fruchtbaren Nutzung zeugte. Vorbei an Städten und Dörfern, die in Ihrer Pracht von einer fortschrittlichen Entwicklung und Jugendhaftigkeit strotzten, dass man geneigt war dem bereits medial verbreiteten Gerücht noch weniger Glauben zu schenken.
Irgendwann, es schien eine Ewigkeit zu dauern, näherte ich mich der bedeutungsvollen, düstern in die Zukunft weisenden Quelle des ungeheuerlichen Gerüchts. Ich zweifelte an meiner eigenen Zivilcourage, sollte ich mich wirklich diesem grausamen Geschehen aussetzen. Ja, wenn ich es wirklich wissen wollte, musste ich.
Der erste Ort des Verrufes kam immer näher, und es sollte viele davon geben. Ich verlangsamte das Tempo um auch wirklich alles aus nächster Nähe sehen zu können. Und dann sah ich sie, die ersten verlassenden Höfe und Häuser. Schiefe Giebel, heruntergefallene Ziegel, eingeschlagene Scheiben. Der Wind spielte mit den wenigen noch vorhandenen Fensterladen und dem trockenen Gräsern. Ungepflegte Vorgärten zeugten von einer längst vergangenen Pracht, die niemand imstande war zu halten, geschweige denn wieder herzustellen. Eine alte und zerbrechliche Frau ,gebeugt von der Last des Lebens, schlurfte durch den Ort. Dort unter dem Nussbaum saß auf einer Gartenbank ein noch älterer Mann. Keine Spur von jungen, hoffnungsvoll in die Zukunft blickenden Leben. Es war also Wirklichkeit, kein Gerücht…. die Vergreisung der Dörfer im Osten hatte begonnen.

Altes Holzpflaster

Dezember 23, 2009 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bauideen Noch keine Kommentare →

Holzpflasterbeläge werden aus meist scharfkantigen Holzklötzen oder runden Stammteilen gefertigt und werden so verlegt , dass die Lauffläche aus den Hirnholzabschnitten besteht. Besonders gut geeignet sind Eiche, Buche, Kiefer und Gebirgsfichte. Neues Holzpflaster wird im Handel fertig geschnitten angeboten, so dass man es nur noch zu verlegen braucht. Es gibt aber auch die Möglichkeit altes Hirnholzpflaster zu erwerben oder sich aus dem Abriss altes Eichenholz zu besorgen und es selbst herzustellen. Holz aus dem Abriss sollte zuvor auf Fäulnis und Schadstoffe untersucht werden. Ist das Holz in Ordnung kann man es auf einer Kreissäge (am besten auf einer Wippkreissäge) in gleichmäßige Stücke Schneiden. Hirnholzboden aus alten Eichenbalken geschnitten und in einem Blumenladen verlegt
Im Innenbereich wird das Holzpflaster, welches eine Mindestdicke von 10 – 15 cm aufweisen sollte, in ein Sandbett verlegt. Der Sand ist mit einem Brett einzuebnen und durch Stampfen zu verdichten. Danach werden die Holzabschnitte dicht nebeneinander verlegt und festgeklopft. Um die Fugenabstände möglichst gering zu halten wird das Holzpflaster im “wilden Verband” verlegt, hierbei wird zwischen großen und kleinen Stücken abgewechselt (wie im linken Bild zu sehen). In die Zwischenräume wird nach der Verlegung Sand gekehrt. Dieser Vorgang ist so lange zu wiederholen bis kein Sand mehr nachgefallen ist und das Pflaster sich gesetzt hat.
Das Holzpflaster ist auch eine Möglichkeit sonnige Gartenwege oder Terrassen oder Pavillions zu befestigen, nur sollte nicht die Rinde am Rundholz gelassen werden.
Altes Hirnholzpflaster in einem Pavillion neu verlegt
Auch im Außenbereich wird das Holzpflaster in ein Sandbett verlegt, nur sollte hier der Unterbau so gestaltet werden, dass das Oberflächenwasser nach unten versickern kann. Eine etwa 15 cm starke Schotterschicht unter dem Sandbett ist durchaus ausreichend.

Bauidee – Treppe aus alten Platten

Dezember 21, 2009 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bauideen Noch keine Kommentare →

Eine ganz besondere Idee, die sich nicht nur an alten Fachwerkhäusern verwirklichen lässt, ist die Anfertigung einer Treppe oder eines Treppenpodestes aus alten Sandsteinplatten und Fliesen. Gerade wenn man nicht genügend Material einer Sorte zur Verfügung hat, ist eine Patchworktreppe eine echte Alternative. Natürlich ist bei der Herstellung dieser Treppe mit einem größeren Arbeitsaufwand zu Rechnen, da die zu verwendenen Platten in der Dicke meist doch variieren und die Platten dazu noch wie ein Mosaik mit möglichst kleinen Fugen zusammengefügt werden müssen.

Patchwork-Treppe aus alten Sandsteinplatten und Fliesen
Wer jedoch so eine Patchworktreppe gebaut hat, wird feststellen, wie schnell und harmonisch sich diese in das Gesamtbild des Objektes einfügt. Es ist, als wäre sie schon immer dort gewesen.
Restplatten und andere dekorative Elemente gibt es bei Ihren Baustoffhändler für historische Baustoffe in der Nähe.

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