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Mit alten Baustoffen kreativ gestalten
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Artikel der Kategorie Januar, 2010

Fachwerk

Januar 26, 2010 Von: Karl-Heinz Kategorie: Fachwerk Noch keine Kommentare →

In den letzten Jahren ist erfreulicherweise ein stärkerer Trend zum Bauen mit historischen Baumaterialien zu beobachten. Viele Händler von historischen Baumaterialien, vornehmlich solche aus dem Unternehmerverband Historische Baustoffe e.V. bemühen sich mit ausgesuchten Baumaterialien und Bauelementen um die Gunst von Interessierten Bauherrn. Dabei wird unter dem Begriff “HISTORISCH” alles das angeboten, was in alter handwerklicher oder auch in historisch industrieller Fertigung hergestellt wurde wie Türen, Fenster, Treppen, Ziegelprodukte, Hölzer und bearbeitete Natursteine.
Wer sich um qualitativ hochwertige historische Baumaterialien bemühen möchte, dem bleibt nur der Weg zu einem dieser Spezialisten. Die sorgfältige Auswahl historischer Baumaterialien und deren Verwendbarkeit im Speziellen sollte bei jedem Suchenden im Vordergrund stehen.

Materialien

Welche Materialien an welcher Stelle eingesetzt werden können, hängt zum einen vom jeweiligen Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes, vom Gebäudetyp, von den technischen Möglichkeiten und letztendlich von deren Beschaffenheit ab.

Holz

Seit den siebziger Jahren werden zunehmend die Fachwerke von Fachwerkhäusern freigelegt und das bringt natürlich auch Probleme mit sich, gerade in Bezug auf die Baustoffauswahl. Der Blickfang eines jeden Fachwerkhauses ist das Holzskelett das Fachwerk. Zunächst benutzte man für das Holzskelett noch Eichenholz, mit zunehmender Verknappung dieses Rohstoffes, verwendete man später auch Weichholz. In den Anfängen des Fachwerksbaus wurden noch sehr starke Querschnitte verwendet, die heute nicht mehr einfach im Handel zu bekommen sind. Bei einer Sanierung des Fachwerkes sollten nach Möglichkeit Hölzer gleichen Querschnittes und gleichen Alters eingesetzt werden. Insbesondere ist es unumgänglich, um Spätschäden zu vermeiden, trocknes Holz zu verwenden. Trocknes Eichenholz in den erforderlichen Stärken ist schwer zu beschaffen. Hier können meist nur Rückbaubetriebe und Händler für historische Baumaterialien, die sich auf historisches Eichenholz spezialisiert haben, helfen. Diese Holz kann Problemlos wieder in das alte Fachwerk eingearbeitet werden, denn negative Eigenschaften wie Schwinden, Quellen, Verziehen oder Verdrehen und Rissbildungen treten nicht auf. Außerdem weicht das äußere Erscheinungsbild der ausgewechselten Hölzer kaum vom ursprünglichen Zustand ab.

Die Ausfachung

Die Ausfachung eines Fachwerkhauses besteht meist aus einem Weidengeflecht und Holzstaken, welche mit einem Stroh-Lehm-Gemisch umwickelt und verschmiert waren. Bei der Sanierung sollten vorhandene Strohlehmausfachungen erhalten und wenn möglich repariert werden. Die Oberfläche dieser Lehmgefache wurden mit einem Kalkanstrich versehen, der mit verschiedenen Zusätzen vermengt wurde. Diese Zusätze bewirkten eine Witterungsbeständigkeit des Anstrichs. So verlängerte zum Beispiel Heringslake die Abbindezeit und Leinölfirnis erhöhte die Bindung. Magermilch oder Magerquark als Kaseinzusätze verbesserten die Haltbarkeit des Anstrichs. In verschiedenen Gegenden wurden auch Farbpigmente beigemengt. Seit dem Barock wurden die Gefache auch mit gebrannten Ziegeln ausgemauert und überputzt. Besonders im niedersächsischen Fachwerkbau wurden die Gefache mit Klinkern ausgemauert. Zum besseren Halt der Ausmauerung können die Ständer ausgekerbt oder mit Dreikantleisten versehen werden. Die Dreikantleisten werden in den Gefachen etwa mittig aufgenagelt. Die einzusetzenden Mauerziegel werden ausgekerbt. Diese Verzahnung verhindert das Eindringen von Wasser und Wind in die Wandkonstruktion. Beim Verputzen der Gefache ist darauf zu achten, dass die Ziegel bereits soweit zurück vermauert werden, dass der Putzt bündig mit dem Fachwerk abschließt, da bei überstehenden Putz sich Wasser sammeln und in die Fugen eindringen kann.
wird fortgesetzt.


Landleben: Neues Wohnen und Arbeiten in alten Bauernhäusern

Januar 23, 2010 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bücher, Landleben Noch keine Kommentare →

Verlassene alte Bauernhöfe und landwirtschaftliche Gebäude für eine neue Nutzung umzubauen ist eine Herausforderung für alle Beteiligten. Es bedarf zunächst großen Muts, sich überhaupt auf ein solches Unterfangen einzulassen, und dann eines hartnäckigen Durchhaltevermögens. Doch die Ergebnisse sind es wert, die hier vorgestellten Gebäude können sich sehen lassen: so ist etwa ein ehemaliges Lagerhaus für Mehl auf einer Stadtmauer jetzt ein Wohnhaus, eine barocke Scheune wurde zum Gemeindehaus, ein Stall dient heute als Wohnraum. Alle achtzehn Projekte werden mit zahlreichen Abbildungen, Planmaterialien, Details und Texten dokumentiert und beschrieben. · Der Umbau alter Bauernhöfe – eine faszinierende Bauaufgabe · Innovative und ungewöhnliche Projekte · Vielfalt von Anregungen und Ideen.

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Landleben: Neues Wohnen und Arbeiten in alten Bauernhäusern

Achteck – Brunnen aus alten Eichenholzriegeln

Januar 23, 2010 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bauideen, Baumaterialien Noch keine Kommentare →

Holzbrunnen aus alten Eichenholzriegeln Wer im Winter die Möglichkeit und Lust dazu hat, kann sich für den Garten einen Holzbrunnen aus alter Fachwerkeiche bauen, so wie auf dem nebenstehenden Foto zu sehen. Die Maße sollte jeder für sich selbst festlegen.
Zunächst werden 24 Stück alte Eichenriegel in der Länge zwischen 80 bis 100 cm benötigt. 16 Stück hiervon werden für den unteren und oberen Rand benötigt. 8 davon als Seitenpfosten. Entsprechend der gewünschten Größe des Brunnens, werden die 16 Eichenriegel auf exakt die gleiche Länge geschnitten, legt einmal acht Stück als Achteck aus und zeichnet an den Ecken das überstehende Holz an, um es dann später abzusägen. Natürlich kann man hierzu eine entsprechende Winkelschablone verwenden, die dann auch für das Anzeichnen der Überlappungen an Enden (Ecken) verwendet wird. Die Aussparungen werden an allen Balkenstücken gleich tief ausgeführt (jeweils die Hälfte des des Balkenquerschnitts) dann hat man später die wenigsten Probleme und die Hölzer liegen alle in der gleichen Höhe. Dann kann schon der untere Ring zusammengesteckt werde. Wir haben zur Befestigung der Hölzer untereinander Holznägel verwendet. Dazu wird an den Überlappungs-
stellen ein entsprechend großes Loch durch beide Überlappungen gebohrt und dann ein Holznagel fest eingeschlagen, der dann oben und unten abgeschnitten werden muß. Der zweite Ring wird nach dem gleichen Prinzip hergestellt.
In die Seitenpfosten sind seitlich Nuten einzuarbeiten, die der Aufnahme von Brettern (Eiche) dienen. Zur Vereinfachung – es wirken an dem Brunnen keine statischen Kräfte ein – wurden die Pfosten nicht verzapft, sondern auch mit jeweils einen Holznagel oben und unten befestigt. Dieses erfolgt am Besten von der Innenseite aus indem schräg durch den Seitenpfosten und Sockelring gebohrt wird. Sind die Seitenpfosten befestigt, werden die Seitenbretter eingeschoben und zunächst vier Balken des oberen Rings, die sich gegenüberliegen müssen aufgelegt und von oben mit einem Holznagel auf dem Seitenpfosten genagelt. Dann werden die letzten vier Hölzer aufgelegt und ebenfalls mit Holznägeln gesichert. Der Sockel und der Holzschutz (sofern erwünscht) können dann individuell gestaltet werde. Unser Sockel besteht aus alten Sandsteinelementen, die an einem Fachwerkhaus als Sockel verwendet und von uns mit der Flex auf Länge und Gehrung geschnitten wurden.

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