Blog AN|NA

Mit alten Baustoffen kreativ gestalten
Subscribe

Artikel der Kategorie Januar, 2010

Fachwerk – Carport mit Gründach

Januar 21, 2010 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bauideen 3 Kommentare →

Gerade im ländlichen Gebieten, in unmittelbarer Nähe von alten historischen Fachwerkhäusern, sollte man es vermeiden einen billigen Baumarkt – Carport aufzustellen der dann in der Form und Ausführung nicht zu einem alten Gebäude passt. Wer ein wenig Kreativität, Zeit und Geld aufwendet kann sich durchaus einen Carport aus alten Baumaterialien errichten. Benötigt werden hierzu Feldsteine für den Sockel, Eichenfachwerk für die äußere Hülle und natürlich alte Mauerziegel. Wer sich für ein Gründach entscheidet, sollte beim Dachaufbau aus statischen Gründen doch eher zu Holz vom Baustoffhandel greifen denn die Dachlasten liegen hier doch etwas höher als bei einem Ziegeldach.
Fachwerkcarport mit Gründach
Fachwerk-Carport aus alten historischen Baumaterialien. Dach: Gründach von ReNatur.

Die nötigen Fundamentarbeiten werden anhand der vorliegenden Bauzeichnung in Eigenregie ausgeführt. Mit ein wenig Geschick gelingt dieses auch nicht so begabte Heimwerker. Das Eichenfachwerk einschließlich Dach, sollte schon ein versierter Heimwerker oder besser noch ein Zimmerer abbinden und aufstellen. Die Maurerarbeiten am Fachwerk kann der Bauherr dann wieder selbst ausführen. Das Gleiche gilt für das Gründach. Hier sind die Bau- und Montageanleitungen des jeweiligen Herstellers zu beachten und einzuhalten.

Verarbeitung von Mauerziegeln

Januar 18, 2010 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bauideen Noch keine Kommentare →

Mauern ist eigentlich gar nicht so schwer, wenn man nicht gerade ein ganzes Haus selbst bauen möchte. Eine Vorsatz – oder nachträgliche Zwischenwand einziehen kann jeder zumindest dann, wenn er einige Grundkenntnisse besitzt und die Grundregeln für das Mauerer-Handwerk beachtet. Auch Ausbesserungsarbeiten am Fachwerk sind möglich.
Vor dem Anlegen des Mauerwerks sind alle notwendigen Maße einzumessen. Die erste Mauerschicht muss besonders sorgfältig -waagerecht- ausgerichtet sein. Dazu richtet man zunächst die Ecksteine richtig aus und legt dann an diesen Steinen die Richtschnur an. Bei Mauerecken werden erst die Eckverbände angelegt und mehrere Schichten hochgemauert dann wird zwischen den Ecken das Mauerwerk gefüllt. Der Verband ist natürlich einzuhalten. Der Fugenausgleich erfolgt immer in der Mitte des Mauerwerkes.
Für das Anlegen und Hochmauern des Mauerwerks sind die nachfolgenden Grundregeln einzuhalten:

  1. nur Ziegel von gleicher Höhe in einer Schicht verwendet werden, damit die Lagerfuge durchgeht.
  2. die Ziegel von losen Kalkresten befreit sind und sie bei trockenem Wetter angenäßt werden.
  3. der Mauermörtel muss gut durchgerührt und plastisch sein, denn zu trockener Mörtel hält nicht gut.
  4. die Lager- und Stoßfugen sind mit Mörtel vollflächig aufzutragen.
  5. ein gesetzter Stein darf nur im frischen Mörtelbett bewegt werden, hat er einmal angezogen, würde man ihn wieder lösen.
  6. der Mörtel ist am nicht versetzten Stein aufzutragen
  7. sind das Mauerwerk und die Mauerziegel gefroren darf nicht weitergemauert werden.
  8. das frische Mauerwerk ist generell vor Frost zu schützen.

Um das Mauerwerk zu errichten, benötigt man Mörtel. Mauermörtel besteht aus Bindemittel, Zuschlagstoffe und Wasser. Die Mörtelzusammensetzung und die Anforderungen an die Druckfestigkeit werden in der DIN 1053 Teil 1 geregelt. Bei kleineren Maurerarbeiten sollte man auf Fertigmischungen, die auschließlich unter Zugabe von Wasser und durch Mischen verarbeitbar gemacht werden, zugreifen.

Mauer aus alten Mauerziegeln
Mauer im sogenannten Stil des “Ruinenbau” errichtet.

Maurermeister griff zum Skalpell

Januar 17, 2010 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bausanierung Noch keine Kommentare →

Maurermeister Wilfried DuhmWappen am Neuperver Tor in filigraner Handarbeit gefertigt
Die Wappen am Neuperver Tor bestehen aus extra angefertigten Betonplatten. Maurermeister Wilfried Duhm schuf 1982 die Zeichen.
SALZWEDEL. Neben dem Bogen des Neuperver Tores prangen die Wappen der Salzwedeler Alt- und Neustadt. Die Zeichen aus Beton formte vor über 28 Jahren der Maurermeister Wilfried Duhm. 1983 feierte Salzwedel seinen 750. Geburtstag. Die Stadt machte sich fein. Und so wurde bereits ein Jahr vor dem Fest damit begonnen, das Neuperver Tor zu sanieren. Mit dabei war auch Maurermeister Wilfried Duhm.

Während der Arbeiten fiel ihm auf, dass die Wappen links und rechts am Torbogen in Richtung Wasserturm ihre Farbe verloren hatten. Aber anstatt sie einfach neu anzustreichen, kam Duhm eine andere haltbarere Idee in den Sinn. Die damaligen Wappen waren nur in den Putz geritzt. Der Maurermeister beschloss die beiden Stücke aus Beton zu fertigen. Und das funktionierte so: Der Hansestädter baute eine Schalung für den Guss. Dafür musste er die Nischen ausmessen, in denen die Wappen angebracht werden sollten. Die Form der städtischen Symbole zeichnete Wilfried Duhm im Ratssaal von den dort hängenden Exemplaren auf Pergamentpapier ab. “Dann begann die Fuddelei”, erinnert sich der Salzwedeler. Er befestigte das Papier auf der Schalung, in der sich flüssiger Beton befand. Mit einem Skalpell übertrug der Maurermeister die Linien auf die noch nicht ausgehärtete Masse. “Ich musste ständig die Öberfläche glätten, da durch das Schneiden an den Rändern immer etwas Beton hochstand”, beschreibt der Handwerksmeister die Sisyphosarbeit.

Das Neue an Duhms Werk: Die farbigen Insignien sind gegenüber dem hellen Untergrund hervorgehoben. In den eingeritzten alten Wappen konnte Feuchtigkeit schneller einziehen und diese beschädigen. Das kann bei den 1982 gefertigten Zeichen nicht passieren. Bevor diese am Neuperver Tor befestigt wurden, mussten die Wappen einige Tage aushärten. “Damit beim Transport nichts zerbrechen konnte, habe ich in den sechs bis acht Zentimeter dicken Beton ein Stahlgitter eingeflochten”, erklärt Duhm. Nach der Montage wurde den Adlern ihr rotes Federkleid angezogen, das bis heute erst einmal erneuert werden musste.

Foto: Heide


Von Marco Heide- Altmark-Zeitung

Vogelfütterung im Winter

Januar 16, 2010 Von: Karl-Heinz Kategorie: Alles mögliche, Landleben Noch keine Kommentare →

Weit bevor die ersten Schneflocken fallen, sieht man neben Lebkuchen und Schokoweihnachtsmännern in den Regalen der Supermärkte Kartons gefüllt mit Meisenknödel und Eimerweise Sonnenblumenkerne stehen. Es heißt also, wir sollen unsere lieben Vögel füttern. Dabei kann jedoch falsch verstandene Tierliebe mehr Schaden als Helfen. Auf menschliche Hilfe sind die freilebenden Tiere nun wahrlich nicht angewiesen, besitzen sie doch von Natur aus die Fähigkeiten den täglichen Überlebenskampf in der freien Natur zu überstehen. Hilfe brauchen Sie nur in absoluten Ausnahmefällen. Wenn man aber füttern will, sollte man nicht schon im Oktober damit beginnen. Gefüttert werden sollte nur bei Dauerfrost unter Minus fünf Grad und einer geschlossenen Schneedecke. Wenn dann gefüttert wird, sind grundsätzlich einige Dinge zu beachten. Absolut wichtig ist, die Futterstelle muss vor Feuchtigkeit geschützt sein, damit das Futter nicht verdirbt. Nicht alle Vögel sind Körnerfresser. Amseln, Stare, Rotkehlchen, Zaunköing, und Heckenbraunelle sind sogenannte Weichfutterfresser. Ihnen ist nicht mit Körnerfutter geholfen. Statt dessen können alte Äpfel, Birnen, Rosinen oder Wildbeeren aller Art angeboten werden.
Die Futterstellen sollte man in regelmäßigen Abständen reinigen und verschmutztes und angegammeltes Futter entfernen.

So schön kann Daisy sein.

Januar 11, 2010 Von: Karl-Heinz Kategorie: Landleben, Unser Wohnhaus Noch keine Kommentare →

Heute Abend 18.00 Uhr. Verschneit und malerisch beleuchtet bietet sich unser Haus den Nachbarn. Die aktuelle Schnehöhe beträgt weit über 30 cm – eine Höhe, die schon lange nicht mehr in einem Winter in der Altmark erreicht wurde.
Unser Haus in der Abenddunkelheit
Unser Wohnhaus in der Straßenansicht an einen Winterabend.

Blick aus unseren Garten auf die verschneite Weide unseres Nachbarn
Ein herrlicher Blick aus unseren Garten auf die verschneite Weide unseres Nachbarn.

Allerdings hat diese Schönheit auch seinen Preis. Siebzig Meter Gehweg sind täglich von den Schneemassen zu beräumen, an manchen Tagen mehrmals.

Für alle, die etwas Panik brauchen, dieses:
“Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe rät den Bürgern, sich für mehrere Tage mit Lebensmitteln einzudecken. Ausreichend Trinkwasser, ein Medikamentenvorrat und Kerzen sollten im Haus sein, sagte der Präsident des Bundesamtes, Christoph Unger. Gut wäre auch ein Batterie-betriebenes Radio, denn im Fall eines Stromausfalls, wären ja andere Kommunikationsmittel wie Fernsehen oder Computer nicht einsatzfähig. Auch Mobiltelefone ließen sich dann nicht mehr aufladen. “Die Möglichkeit eines Stromausfalls gibt es immer”, sagte Unger.”

Related Posts with Thumbnails

Twitter Facebook Feed ANTIK + NATUR