DIY Projekt 1/2018 Ein neuer Nistkasten

Was macht man Anfang Januar, wenn es draußen naß und kalt ist? Man fängt an zu basteln und bauen. Und wie immer im Januar werden Nistkästen gebaut. Mit einem Nistkasten hilft man Vögel bei der Suche nach einen Winterquarier oder einer Brutmöglichkeit, denn Bruthöhlen sind in der Regel Mangelware. Die Anzahl der Vögel, die in einem Garten brüten, hängt natürlich vom bestehenden Futterangebot ab. Ein großer Garten verfügt über ein reiches Futterangebot, ein kleiner gagegen weniger.

DIY Vogelhaus/Nistkasten
DIY Vogelhaus/Nistkasten aus alten Materialien

Welche Materialien eignen sich für einen Nistkasten?

Ich verwende für meine Nistkästen / Vogelhäuser fast immer natürliche Materialien, Holzrestbestände oder altes Holz. Am besten eignen sich Bretter in einer Stärke von 15 bis 20 Millimeter von denen ich immer Sägeabschnitte zu liegen habe. Wer kein geeignetes Holz zur Verfügung hat, sollte sich an die Holzabteilung seines Baumarktes wenden, denn in vielen Baumärkten ist es möglich, die benötigten Holzteile passgenau zuschneiden zu lassen.
Ich habe mich dieses Mal für eine ganz schlichte Variante eines Vogelhauses entschieden.

Materialbedarf:

Holzbretter – optimal Fichtenholz – in 1,5 bis 2 cm Dicke, (Nach Möglichkeit kein Sperrholz)
1 Grundplatte – 20 x 25 x 2 cm (Boden)
2 Seitenlatten – 14 x 24 x 2 cm einseitig auf Gehrung (45-Grad-Winkel) geschnitten
1 Rückwand – 14 x 30 x 2 cm
1 Vorderwand – 14 x 30 x 2 cm
2 Dachplatten – 18 x 20 x 2 cm oder Blech ca.36 x 20 cm
Nägel/Schrauben (rostfrei)
Holzkleber
passender Bohrer, Akkuschrauber etc.

DIY Vogelhaus/Nistkasten
DIY Vogelhaus/Nistkasten Seitenansicht

Bauanleitung

Zunächst sägen wir uns aus einem entsprechenden Brettabschnitt die Grundplatte mit den Maßen 25 x 20 x 2 cm.

Danach folgen die Vorder- und Rückwand mit je 30 cm Länge, die wir dann an einem Ende im 45-Grad-Winkel sägen um später das Dach auflegen zu können. In die Vorderwand bohren wir das Einflugsloch (für Meisen etwa 28 mm) in ausreichender Höhe zum Boden. Die Seitenteile schrägen wir in Längstrichtung im 45-Grad-Winkel ab, so dass sie an der Vorder- und Rückseite mit der Dachschräge eine Linie bilden.

Das Dach eines Nistkastens kann man in verschiedenen Varianten ausführen, mit Holzplatten, Blech oder anderen wasserdichten Werkstoffen. Ich habe mich diesmal für Zinkblech entschieden, welches ich aus einem alten Kehlblech geschnitten habe.

Dachdetail
Detail: Dach aus Zinkblech und Teil der Verzierung

Zusammenbau

Zuerst werden die Vorder- und Rückseite mit den Seitenteilen verbunden, so dass ein offener Kasten entsteht. Dazu benötigen wir je Seite 4 Nägel oder Holzschrauben. Danach befestigen wir die Grundplatte. Den kasten auf den Kopf stellen, die Grundplatte auflegen und verschrauben. Wer hier Schrauben verwendet, hat später den Vorteil, dass er zur Reinigung des Vogelhauses nur die Grundplatte abschrauben muss.
Jetzt das gewünschte Dach auflegen. Mit Nägel oder Schrauben befestigen – fertig.

Dekorative Ergänzungen

Ich finde es immer ganz nett, wenn der Nistkasten/Vogelhaus ein wenig verschönert wird. Dazu kann man die unterschiedlichsten Teile verwenden. Diesmal habe ich ein altes, abgebrochenes Türschild auf 28mm aufgebohrt und zum Schutz des Einflugloches verwendet. Die Sitzgelegenheit vor dem Loch besteht aus einem Teil eines Gurtspanners (Fenster).

Detail: Einflugsloch und Sitzstange
Detail: Einflugsloch und Sitzstange

Standort

Für die Vögel ist es wichtig, dass sich die Nistkästen an katzen- und mardersicheren Standorten befinden. Am besten eignen sich alte Bäume zum Anbringen von Nistkästen, aber auch an Garagen, Schuppen, Scheunen und Häusern können sie angebracht werden. Ich habe diesen Nistkasten an meiner Laube in sicherer Höhe in einen Holzkasten gestellt.

Nistkasten an einer Laubenwand
Nistkasten an einer Laubenwand

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