Geschmackvolle Grabgestaltung

Niemand will gerne daran denken, doch der Tod ist ein unvermeidlicher Teil des Lebens. Wer das Andenken seiner Lieben pflegen möchte, muss sich daher früher oder später einige Gedanken über das Grab und seine Pflege machen.

Sarg oder Urne?

In Deutschland gilt allgemein die Friedhofspflicht, d.h. Tote müssen auf offiziellen Friedhöfen bestattet werden. So will es das Bestattungsgesetz. Das Gesetz stammt in seiner Ursprungsform aus dem Jahr 1806, als den Menschen aus hygienischen Gründen verboten wurde, ihre Toten innerhalb bebauter Flächen zu bestatten. Mittlerweile regt sich immer häufiger Widerstand gegen die Friedhofspflicht, vor allem nach Kremationen. So mancher möchte sich die Urne mit der Asche seiner Lieben ins eigene Regal stellen, während sich andere Menschen wünschen, dass ihre Asche nach dem Tod an einem bestimmten Ort mit Symbolwert verstreut wird. Als erstes Bundesland preschte Bremen 2015 vor und lockerte die Friedhofspflicht unter bestimmten Umständen.

In anderen Bundesländern haben die Angehörigen weiterhin nur die Wahl zwischen regulärem Grab und Urnengrab auf dem Friedhof. In ganz Deutschland geht der Trend zu Urnengräbern, die kleiner und somit günstiger und pflegeleichter sind. Wer gar keine Zeit hat zur Grabpflege hat, kann sich auch für die Aufbewahrung der Urne in einer sogenannten Urnenwand entscheiden.

Tipps zur Grabgestaltung und Pflege

Inspiration für das Grab der Lieben lässt sich auf verschiedenen Wegen finden. Oft genügt schon ein Gang über den Friedhof, um sich von schön geschmückten Gräbern inspirieren zu lassen. Auch im Internet sind zahlreiche Tipps zur Grabgestaltung zu finden. Diese reichen von der Auswahl der richtigen Pflanzen über geschmackvolle Deko-Tipps bis zum Grabstein selbst.

Wer es möglichst pflegeleicht mag, kann mit Kieselementen arbeiten: Dabei werden zum Beispiel zwei Ecken mit hellem Kies bestreut und in der Mitte ein geschwungenes oder rautenförmiges Stück Erde übriggelassen. Diese Erde wird mit immergrünen Pflanzen bepflanzt. Auf den kiesbestreuten Teilen finden eine Friedhofslampe und ein dekoratives Element Platz. Viele schöne Figuren für den Garten lassen sich auch für ein Grab verwenden, zum Beispiel ein verträumter Engel.

Grabgestaltung

Grabgestaltung – Bild: © istock.com/Claudia

Ist ausreichend Zeit für die regelmäßige Pflege vorhanden, sollte das Grab regelmäßig mit saisonalen Pflanzen geschmückt werden. Bunte Krokusse und Narzissen begrüßen den Frühling, ehe sie von Sommerblumen wie Geranien und Begonien abgelöst werden. Im Herbst folgen Chrysanthemen und Astern. Im Winter kann das Grab mit Tannenzweigen u. ä. abgedeckt werden. Für einen schönen Farbtupfer sorgt dann ein Weihnachtsgesteck im Topf.

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