Blog AN|NA

Mit alten Baustoffen kreativ gestalten
Subscribe

Artikel der Kategorie ‘Bausanierung’

Maurermeister griff zum Skalpell

Januar 17, 2010 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bausanierung Noch keine Kommentare →

Maurermeister Wilfried DuhmWappen am Neuperver Tor in filigraner Handarbeit gefertigt
Die Wappen am Neuperver Tor bestehen aus extra angefertigten Betonplatten. Maurermeister Wilfried Duhm schuf 1982 die Zeichen.
SALZWEDEL. Neben dem Bogen des Neuperver Tores prangen die Wappen der Salzwedeler Alt- und Neustadt. Die Zeichen aus Beton formte vor über 28 Jahren der Maurermeister Wilfried Duhm. 1983 feierte Salzwedel seinen 750. Geburtstag. Die Stadt machte sich fein. Und so wurde bereits ein Jahr vor dem Fest damit begonnen, das Neuperver Tor zu sanieren. Mit dabei war auch Maurermeister Wilfried Duhm.

Während der Arbeiten fiel ihm auf, dass die Wappen links und rechts am Torbogen in Richtung Wasserturm ihre Farbe verloren hatten. Aber anstatt sie einfach neu anzustreichen, kam Duhm eine andere haltbarere Idee in den Sinn. Die damaligen Wappen waren nur in den Putz geritzt. Der Maurermeister beschloss die beiden Stücke aus Beton zu fertigen. Und das funktionierte so: Der Hansestädter baute eine Schalung für den Guss. Dafür musste er die Nischen ausmessen, in denen die Wappen angebracht werden sollten. Die Form der städtischen Symbole zeichnete Wilfried Duhm im Ratssaal von den dort hängenden Exemplaren auf Pergamentpapier ab. “Dann begann die Fuddelei”, erinnert sich der Salzwedeler. Er befestigte das Papier auf der Schalung, in der sich flüssiger Beton befand. Mit einem Skalpell übertrug der Maurermeister die Linien auf die noch nicht ausgehärtete Masse. “Ich musste ständig die Öberfläche glätten, da durch das Schneiden an den Rändern immer etwas Beton hochstand”, beschreibt der Handwerksmeister die Sisyphosarbeit.

Das Neue an Duhms Werk: Die farbigen Insignien sind gegenüber dem hellen Untergrund hervorgehoben. In den eingeritzten alten Wappen konnte Feuchtigkeit schneller einziehen und diese beschädigen. Das kann bei den 1982 gefertigten Zeichen nicht passieren. Bevor diese am Neuperver Tor befestigt wurden, mussten die Wappen einige Tage aushärten. “Damit beim Transport nichts zerbrechen konnte, habe ich in den sechs bis acht Zentimeter dicken Beton ein Stahlgitter eingeflochten”, erklärt Duhm. Nach der Montage wurde den Adlern ihr rotes Federkleid angezogen, das bis heute erst einmal erneuert werden musste.

Foto: Heide


Von Marco Heide- Altmark-Zeitung

Treppen im Altbau reparieren

Dezember 17, 2009 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bausanierung, Wohnen 1 Kommentar →

Die Stufen.
Knarrende Treppenstufen sind meist auf das Schwinden der Setzstufen zurückzuführen. Generell kann dieses Knarren durch einfache Maßnahmen, ohne einen versierten Handwerker in Anspruch nehmen zu müssen, beseitig werden, wenn wieder ein strammer Sitz zwischen Sitz- und Trittstufe erzielt wird. Ist die Unterseite der Treppe leicht zugänglich, kann man von hier aus die Setzstufe neu vernageln. Diese Arbeit erledigt man am besten zu zweit. Nach Lösen der alten Verbindung durch ziehen der Nägel oder durchtrennen mit einem elektrischen Fuchsschwanz mit Eisensägeblatt, wird die Trittstufe unter Hebeldruck angehoben und die Setzstufe in der höchsten Position erneut vernagelt. Man kann aber auch eine Leiste oben gegen die Setzstufe nageln. Sind mehrere Stufen zu reparieren, arbeitet man von unten nach oben.
Steht kein Helfer zur Verfügung, kann man die Trittstufe auch durch Keile anheben und mit einer Leiste fixieren. Dazu muss jedoch die Leiste vor dem anheben der Trittstufe hinter die Keile gelegt werden, weil man sie sonst nicht mehr hinter die Keile bekommt.
Ausgetretene Treppenstufen repariert man am schnellsten durch das vollflächige Aufschrauben eines Brettes auf jede Stufe. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass die untere Trittstufe um die Brettdicke höher wird. Um nun die Gleichmäßigkeit der Stufenhöhen wieder herzustellen, müsste jetzt das Treppenpodest ebenfalls aufgesattelt werden.

Das Treppengeländer
Will oder muss man ein Treppengeländer reparieren, bedeutet dies eine Demontage des gesamten Treppengeländers. Hierzu sind zunächst die Haltewinkel an den Geländerpfosten abzuschrauben. Dadurch lässt sich der Pfosten meist nach oben ziehen. Dann sollten alle Stichnägel an den Sprossen entfernt werden. Dann wird die defekte Sprosse aus ihrem unteren Sitz herausgehoben und seitlich von der Treppe weggedrückt. Nun lässt sie sich durch Ziehen und Drehen aus dem Handlauf lösen.
Neue (alte) Treppensprossen besorgt man sich vorher bei einem Händler für historische Baumaterialien. Diese Händler haben meist eine große Anzahl verschiedener Sprossen auf Lager. (Siehe unteres Bild als Beispiel)
Alte Treppenprossen
Das Wiedereinsetzen der neuen Sprosse erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Zuerst wird das obere Ende in das Bohrloch des Handlaufes geschoben und dann in die Öffnung der Trittstufe bzw. der Treppenwange gedrückt. Meist sind hierzu einige leichte Hammerschläge gegen den unteren Zapfen erforderlich. Sitzt die Sprosse richtig, wird sie wider mit Stichnägeln befestigt.

Altbausanierung – die Vorteile und Nachteile

Dezember 15, 2009 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bausanierung Noch keine Kommentare →

Alte Häuser haben ihren Charme. Sie tragen Lebensspuren und haben ein eigenes Schicksal gemeistert. Dieser Reiz des Alten lässt den Trend, ein altes Haus zu sanieren immer wieder neu entfachten. Doch auch wenn die Liebe zum Alten noch groß ist, dürfen der Aufwand und die Kosten für eine Haussanierung nicht aus dem Blick verloren werden.
Immer wieder stehen Bauherren und Bauwillige vor der Frage, ob sie vieleicht ein altes Haus, das eventuell geerbt wurde oder das günstig zu kaufen ist, sanieren oder doch einen Neubau errichten sollen. Im Vordergrund sollte bei der Beantwortung dieser Frage immer eine Analyse der Kosten für eine Altbausanierung im Vergleich zu einem Neubau stehen. Hierbei sollte man auch die möglichen Vorteile einer Sanierung betrachten und dann die Risiken und Nachteile.


Die Vorteile einer Altbausanierung sind:
Sie haben es meist mit einem organisch gewachsenen Umfeld und einer gut ausgestatteten Infrastruktur zu tun in der Sie unter Umständen lange heimisch sind.
Ist das Haus schon in Ihrem Besitz fallen keine Erschließungskosten an, beim Kauf einer Altimmobilie in der Regel meist ebenfalls nicht. D.h. die entsprechenden Versorgungsträger wie Wasser, Abwasser, Gas und Strom sind bereits vorhanden.
Gärten sind angelegt, große Bäume spenden Schatten und Schutz, Sie müssen also nicht erst Jahre warten.
Neben Kindergärten und Schulen gibt es genügend Einkaufsmöglichkeiten, für die älteren Bewohner auch wohnungsnahe Arzt- und Apothekenversorgung, für die Jüngeren genügend Sport- und Freizeiteinricht-ungen. Sie kennen die Nachbarn bereits und wissen, mit wem Sie es zu tun haben oder Sie können anhand der Nachbarn entscheiden, ob Sie Ihr Wunschobjekt kaufen oder nicht.
In zentralen Lagen sind Sie mitten in einer pulsierenden Ortschaft oder gar Stadt.
Die Bauzeit für die Sanierung ist meist kürzer, es sei denn, Sie wollen oder müssen total entkernen und fast alles neu machen. Da in der Nachbarschaft auch alte oder ältere Häuser stehen, wird meist nicht ständig gebaut wie in einer Neubausiedlung.
Nicht selten ist Kauf und Sanierung günstiger als ein Neubau.


Bei einer Albausanierung ergeben sich folgende Nachteile und Risiken.
Man kann vorab nicht alle Kosten richtig abschätzen, Holzbalkendecken können sich z.B. in einem schlechteren Zustand befinden als gedacht, Fachwerk kann innen verfault sein, Das Dach Marode und/oder von Holzwürmern zerfressen – dann muss das Dach erneuert und eventuell finanzielle Reserven angegriffen werden.
Abbruchmaterial ist schwierig abzufahren, Material und Geräte können oft nicht bis an die Einbaustelle gebracht werden. Es gibt zuwenig Lagerflächen. Dies kann das Bauen nachhaltig verteuern. Nicht erkannte Gefahrstoffe im Abbruch wie zum Beispiel Giftstoffe im Dachstuhl können die Bauzeit verlängern, den Abtransport erschweren, die Kosten erhöhen und die Gesundheit gefährden. Wer den Grundriss verändern möchte ist meist sind durch die statischen Gegebenheiten oder durch Auflagen des Denkmalschutzes beschränkt. Erfolgerlebnisse stellen sich oft erst spät ein – während man beim Neubau das Haus schnell wachsen sieht, wird bei der Modernisierung oft zuerst abgebrochen, also rückgebaut und dann erneuert.
Nachteilig wirkt sich auch aus, wenn man während des Umbaus in dem Haus wohnen bleibt oder vor der Sanierung einziehen muss. Dann ist mit viel Staub und Lärm rechnen und andere Unannehmlichkeiten zu rechnen.
Man muss den Bestandsschutz der Nachbarn beachten, z.B. bei hohen Bäumen oder Gartenmauern
Während des Bauens sind häufig schnelle Entscheidungen nötig, die oft nicht ganz billig sind.

Altbau Sanierung- Was gehört alles dazu?

Dezember 13, 2009 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bausanierung Noch keine Kommentare →

Was ist eine Bausanierung?
Unter einer Bausanierung, beziehungsweise einer Sanierung im Bauwesen, versteht man das wieder in Stand setzen eines Hauses, dass auf Grund von verschiedenen Schäden nur noch schlecht, bis komplett unbewohnbar ist.
Hier geht es aber vor allen Dingen darum, die Häuser an den heutigen Standard anzupassen bzw. den ursprünglichen Zustand wieder herszustellen.

Fachmann zu Rate ziehen
Bei einer Altbausanierung sollte vor der Planung der durchzuführenden Maßnahmen zunächst eine gründliche Bestandsaufnahme des Objektes erfolgen. Dazu gehören auf jeden Fall eine Überprüfung der Stabilität der Fundamente und eine Prüfung der Feuchtigkeitssperren in den Grundmauern. Bei der Begehung sollte festgestellt werden, ob sich im Mauerwerk Risse zeigen oder Schimmelspuren zu finden sind. Der Sachverständige erkennt schnell, wo eventuelle Schwachstellen eines Hauses liegen. Feuchte Wände, Hausschwamm oder Ungeziefer, nasse Keller und veraltete Haus- oder Sanitärtechnik sind nur einige der Risiken.

Unter Einbeziehung eines fachkundigen Zimmerers sollte die tragende Dachkonstruktion, die Treppen und Fußböden zumindest einer Sichtprüfung unterzogen werden. Auch Türen und Fenster sollten genauer angeschaut werden, ob eine Reparatur ausreichend ist oder sie ausgetauscht werden müssen.

Architekt für die Koordination
Entscheidet sich der Hausherr für die Sanierung, sollte am besten ein Architekt die Koordination der künftigen Baustelle in die Hand nehmen. Das hat den Vorteil, dass bei ihm alle Fäden zusammenlaufen und die Sanierung wie gewünscht gelingt. Darüber hinaus weiß der Architekt welche Behörden bei genehmigungspflichtigen Maßnahmen informiert werden müssen.

Fehler durch Profis vermeiden
Fachwissen ist auch unerlässlich, wenn es darum geht, die Reihenfolge der Sanierungsarbeiten festzulegen. Hier sollte man unterscheiden zwischen Arbeiten, die den Wert des Hauses erhalten, und solchen, die seinen Wert steigern. Alles, was an dem Haus weitere Schäden verursachen könnte wie ein undichtes Dach und bröckeliger Putz, durch den die Feuchtigkeit dringt, sollte unverzüglich in Ordnung gebracht werden.
Wer ein Dach neu eindecken muss, sollte gleich an eine Isolierung denken. Es ist immer sinnvoll, erst zu dämmen und dann die neue Heizung einzubauen, die dann entsprechend geringer dimensioniert ausfallen kann als bei einem ungedämmten Haus.
Auch die Fassade zu dämmen, ohne die Fenster auszutauschen, kann zu Mängeln führen.

Selbst ist der Mann – aber in Maßen
Kleine Arbeiten wie Tapeten entfernen, streichen, Türen abschleifen oder Dielen reparieren kann man selbst machen:
Bei Dielenfußböden geben meistens die Federn zuerst auf. Das merkt man daran, dass sie die Dielenbretter beim Betreten durchbiegen oder quietschen. Dort kann man mit verschiedenen Nageltechniken oder speziellen Sanierschrauben Abhilfe schaffen. Marode Dielen müssen ausgetauscht werden.

Fachwerkhaus sanieren (1)

Dezember 11, 2009 Von: Karl-Heinz Kategorie: Bausanierung Noch keine Kommentare →

Eine fachgerechte Sanierung durch einen in der Denkmalpflege erfahrenen Handwerker ist sehr teuer. Daher ist es fast selbstverständlich, dass ein Fachwerkhaus vom Bauherren überwiegend in Eigenleistung saniert wird.

Sanierungsbedürftiges Fachwerkhaus

Ein wichtiger Baustoff bei der Sanierung des Fachwerkhauses ist Lehm. Früher war Lehm ein besonders beliebter Werkstoff, da er günstig und schnell verfügbar war. Bis heute wird für Fachwerkhäuser Lehm verwendet, da er das Raumklima positiv bestimmt, Feuctigkeit aufnimmt, speichert und bei einer trockenen Witterung die Luftfeuchte wieder abgibt. So ergibt sich ein angenehmes und gesundes Raumklima.

Lehm ist eigentlich einfach zu verarbeiten, aber Lehm nicht immer gleich Lehm. Es gibt viele verschiedene Orte, an denen Lehm vorkommt, so dass jeder Lehm andere Eigenschaften vorweist. Möchte man mit diesem Baustoff arbeiten, ist es sehr empfehlenswert den Lehm bei einem Fachhändler zu kaufen und sich beraten zu lassen. Nach Möglichkeit sollte man ein Lehmbauseminar zu besuchen.

Ein weiterer typischer Baustoff für Fachwerkhäuser sind Mauerziegel. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass bei einer Erneuerung die Ziegel in der Beschaffenheit den alten Mauerziegeln entsprechen. Sie sollten diffusionsoffen und daher nicht zu hart gebrannt sein

Besonderes Augenmerk verlangt auch das verarbeitete Holz. Altes Holz, dass noch nicht von Schädlingen befallen ist, wird auch zukünftig nicht davon befallen werden. Es ist also nicht nötig, ein Holzschutzmittel zu verwenden. Ist das Holz allerdings beschädigt, muss eine gründliche Überprüfung der Konstruktion und
ggf. eine Erneuerung erfolgen. Bei einer Erneuerung empfiehlt es sich das Material aus einem Abbruchgebäude zu verwenden oder es bei einem Händler für historische Baustoffe zu kaufen.

Alte Fachwerkhäuser erfüllen in keiner Weise den Anforderungen einer energiesparenden Wanddämmung. Hierbei ist es sehr sinnvoll, von innen eine zweite Schale, beispielsweise aus Schilfrohrplatten, zu bauen. Ebenfalls möglich ist eine zweite Schale aus KS-, Porenbeton- oder Blähtonsteinen.

Die Kosten für dieSanierung eines Fachwerkhauses kann schon tief in den Geldbeutel gehen. Wichtig ist an dieser Stelle zu wissen, dass es staatliche Fördermittel für die Sanierung von denkmalgeschützten Häusern gibt. Informationen hierzu erteilt die Denkmalschutzbehörde. In einigen Bundesländern gibt es auch Fördergelder direkt von der Denkmalschutzbehörde, auf die man allerdings keinen Rechtsanspruch hat.


Related Posts with Thumbnails

Twitter Facebook Feed ANTIK + NATUR