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Mit alten Baustoffen kreativ gestalten

Bauidee – Schlafen im Sprinter

| 2 Kommentare

Eigentlich sind wir nicht so für das Campen, und auch nicht für einen Urlaub am gleichen Platz wie Hotel und so. Wir möchten im Urlaub etwas sehen und erleben. Meist fahren wir ohne große Planung in eine betsimmte Richtung, mit einem bestimmten Endziel. Wie zum Beispiel Kroaten. Unterwegs halten wir dann an wo wir möchten, weichen auch schon mal etwas von der Strecke ab, bewundern das Land und die Sehenswürdigkeiten. Zugegeben gestaltet sich die Quartiersuche zur Nacht manchmal problematisch, aber wir haben bisher immer eine Übernachtungs- möglichkeit gefunden.
Da wir einen Sprinter hatten, entstand der Gedanke, diesen für Urlaubsfahrten und Übernachtungen zu nutzen. Der Aufwand dafür sollte nicht so groß sein, der Einbau des Bettes und der Schränke sollte sich schnell bewerkstelligen lassen – wir wollten ja kein Wohnmobil bauen. Das Ergebnis ist auf den folgenden Bildern zu sehen.
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Das Grundgestell- auch Liegefläche genannt- besteht aus 20 mm Tischlerplatten und 18 mm Multiplexplatten. Die Größe der Liegefläche richtet sich selbstverständlich nach dem Nutzer. Unsere hatte die Maße 172 x 190 cm. Hierbei sind die 172 durch die Sprinterbreite vorgegeben. Die Auflage für die Liegefläche besteht aus drei hochgestellten 20 mm Tischlerplatten (ca. 150 cm lang), die bis zum Ende der Radkasten und in der Höhe über die Radkasten reichen. Diese werden in eine vorn quergestellte Platte (Stirnplatte 1), auf der sich aus Leisten hergestellte Nuten befinden, eingeschoben und dann seitlich durch die Leisten verschraubt. Auch die senkrecht stehenden Platten (alle) sind mit kleinen Bauwinkel am Boden verschraubt. Davor kommt dann noch ein Bettkasten. Die Breite (Tiefe) ergibt sich aus der gewählten Bettlänge. Bei uns waren es 40 cm. Dazu wird Stirnplatte 2 vor die Stirnplatte 1 gestellt und mit zwei 40 cm tiefen Platten, die wiederum in die aus Leisten hergestellte Nuten haben, eingeschoben und verschraubt.
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Die Liegefläche selbst besteht aus drei einzelnen Deckplatten. Die Teilung erfolgt in Querrichtung. Die Breite (Tiefe) der ersten Deckplatte, von Innen aus gesehen, ergibt sich aus dem darunterliegenden Kasten. Der Aufbau des Kopfteils ist aus dem Bild ersichtlich und kann variabel gestaltet werden. Wir haben den gesamten Boden (vor Einbau des Bettes) mit Fußbodenbelag ausgelegt. Macht sich besser, wenn man etwas in den Bettkasten legen möchte- außerdem wird der unschöne Fussboden abgedeckt und man kann in Strümpfen laufen.
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Zum kochen und aufbewahren haben wir zwei alte Küchenschränke in den Transporter gestellt und mit der Wand verschraubt. Hier hatten wir dann auch die Gasflasche (mit Halterung), Wasserbehälter, Töpfe und anderes Geschirr untergebracht. Im hinteren Bereich verstauten wir Koffer, Klappstühle, Tisch, Sonnenschirm und noch viele andere Sachen. Da unser Sprinter im Dachbereich nicht verkleidet war, konnten wir auch hier noch Stauraum für Bettzeug u.s.w. schaffen. Dazu wurden auf den oberen Rand der Seitenwand drei gehobelte Dachlatten und auf diese zwei 12 mm Multiplexplatten aufgelegt und miteinander verschraubt. Nun muss das Ganze noch gegen verrutschen gesichert werden.
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Als Sicht und Sonnenschutz haben wir am Zwischenboden zwei handelsübliche Rollos angebracht, die wir dann am Kopfteil des Bettes fixiert haben.
Insgesamt haben wir so mehrere Fahrten durch Deutschland, Schweden, Östereich und Kroatien unternommen. Wir fanden immer einen guten Schlafplatz und konnten sehr gut schlafen. Und für die anderen Dinge wie Duschen u.s.w. gab es genügend Möglichkeiten in öffentlichen Einrichtungen oder Tankstellen.


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Autor: Karl-Heinz

Mein Name ist Karl-Heinz und ich blogge über Themen der kreativen Verwendung alter Baumaterialien in Haus,- Hof und Garten. Ich hoffe der Artikel hat dir gefallen. Über dein Feedback würde ich mich sehr freuen.

2 Kommentare

  1. Hallo Dario,
    Du hast Deine Frage eigentlich schon selbst beantwortet. Es ist so wie Du es sagst. …Platte rein, darauf festschrauben.
    Ich hatte die Platte schon beim kauf drinnen, war also nicht mehr so viel zu tun :-)

    Viele Spass beim Einbau
    Karl-Heinz

  2. Hi Karl-Heinz,
    danke für deinen Artikel. Ich hätte eine Frage. Ich will erstmal nur ein Bett in meinem LKW (Renault Master) bauen. Wenn ich die Pfosten des Bettes am Busboden befestige, darf ich natürlich die Karrosserie nicht durchboren, oder? Das heißt, ich muss eine Multiplexplatte auf den Boden fest machen und darauf die Schrauben zur Befestigung der Pfosten schrauben…. ist es so? Ich danke dir für eine Antwort.
    dariodantonio@gmail.com

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