Mein Wechsel zum Ökostrom

Schon seit Jahren plagte mich ein schlechtes Gewissen, sobald ich irgendwo in meinem Haus ein neues Gerät an die Steckdose anschloss. Denn als aufgeklärter, umweltbewusster Mensch weiß ich genau, woraus der Strom gewonnen wird, der aus der Steckdose kommt. Und dass Atomenergie und Strom aus Kohle zu den umstrittenen Energiearten zählen, das war mir auch schon immer klar. Und auch mein Wechsel zum Ökostrom war seitdem (eigentlich) eine beschlossene Sache.

Doch wie das immer so ist, ließ mir der anstrengende Alltag mit meinem Job und der Arbeit an meinem Haus kaum Zeit, um das Ganze anzugehen. Denn bevor ich von meinem alten Energieversorger zu einem Ökostromanbieter wechselte, wollte ich mich gründlich informieren. Und so ging Monat um Monat ins Land, in dem meine Elektrogeräte weiter den Strom aus konventioneller Energieerzeugung aus meiner Steckdose zogen. Doch die letzte Stromrechnung erinnerte mich schlagartig an mein lange geplantes Vorhaben. Also nahm ich mir ein wenig Zeit und setzte mich an den PC an meinen schönen, selbstgezimmerten Arbeitstisch und fing an zu lesen auf dem Portal http://www.steckdose.de/.

Wissenswertes zum Thema Ökostrom

Nun will ich an dieser Stelle erzählen, was ich bei meinen Recherchen zum Thema Ökostrom gelernt habe. Mit Ökostrom bezeichnet wird der Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Sonne und Wasserkraft, aber auch Biomasse und Erdwärme gewonnen wird. Die regenerativen Energiequellen stehen im Gegensatz zu den nicht regenerativen, also nicht erneuerbaren, Energiequellen wie Erdöl, Erdgas und Kohle, die allesamt zu den fossilen Brennstoffen zählen. Die größte Rolle für die Erzeugung von Ökostrom in Deutschland spielen Wasserkraft und Windenergie, in großem Abstand gefolgt von der Solarenergie, die auch Photovoltaik genannt wird. Da man in Deutschland jahrzehntelang vor allem auf Strom aus Kohle und Kernkraft gesetzt hat, sind die Kapazitäten für die effiziente Nutzung der erneuerbaren Energien derzeit noch im Aufbau.

Aus meiner Steckdose fließt jetzt Ökostrom

Im Rahmen der von den EU-Regierungen vorangetriebenen Energiewende fördert auch die deutsche Bundesregierung mit dem „Erneuerbare-Energien-Gesetz“, kurz „EEG“ die Umstrukturierung der Stromgewinnung. Die EEG-Umlageverordnung als ein Teil dieses Gesetzes bezuschusst Strom, der aus den regenerativen Energiequellen gewonnen wird. Deswegen kann Ökostrom den Verbrauchern zu wettbewerbsfähigen Preisen angeboten werden. Davon profitiere letztlich auch ich und habe mich für einen Ökostromanbieter entschieden, weil dessen Strom genauso günstig ist wie der vieler anderer konventioneller Energieversorger. Der Wechsel war dann ganz einfach: Ich habe das Formular auf der Internetseite des Stromanbieters ausgefüllt, und dieser hat sich dann um alles Weitere gekümmert. Er hat meinem alten Stromversorger gekündigt und vom Stromwechsel selbst habe ich gar nichts gemerkt. Aber das ist ja auch klar. Denn bei meinen Recherchen habe ich gelernt, dass aus meiner Steckdose immer noch derselbe Mix aus Strom kommt wie vorher. Denn alle Stromerzeuger speisen ihre Energie in das eine Netz. Durch meinen Wechsel habe ich erst mal nur dafür gesorgt, dass der Ökostromanbieter das Geld verdient, was der alte Anbieter mit mir nicht mehr verdienen wird.

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1 thought on “Mein Wechsel zum Ökostrom

  1. Bravo! Bei mir war das fast genauso. Ich habe auch endlich meinem schlechten Gewissen nachgegeben und zum Ökostrom gewechselt. Was ich vorher nicht gedacht hätte, ist, dass der zugehörige Strompreis auch echt günstig ist. Wird Zeit, dass es uns alle gleich tun und auch zu umweltbewusstem Strom wechseln!
    LG Nina

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