{"id":2162,"date":"2010-09-09T18:56:01","date_gmt":"2010-09-09T17:56:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.antik-natur.de\/blog\/?p=2162"},"modified":"2020-09-26T11:29:46","modified_gmt":"2020-09-26T09:29:46","slug":"ein-komposthaufen-wie-er-sein-soll","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.antik-natur.de\/blog\/ein-komposthaufen-wie-er-sein-soll.html","title":{"rendered":"Ein Komposthaufen wie er sein soll"},"content":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit habe ich \u00fcber die Umrandung bzw. Abgrenzung eines unserer Komposthaufen geschrieben, ohne n\u00e4her darauf einzugehen, wie so ein Komposthaufen eigentlich angelegt wird. Dieses m\u00f6chte ich mit dem heutigen Beitrag nachholen:<\/p>\n<p>So ein Komposthaufen ist doch praktisch: Alles was irgendwie verrottbar ist, wie K\u00fcchenabf\u00e4lle, fauliges Obst und Eierschalen kann man hier abladen, genauso wie Laub, Wurzeln, Grasschnitt und was sonst noch bei der Gartenarbeit so anf\u00e4llt. Diese Dinge m\u00fcssen nicht in den Abfallcontainer um dann anschlie\u00dfend umst\u00e4ndlich entsorgt zu werden. Und dabei liefert ein Komposthaufen fruchtbare Erde, v\u00f6llig kostenlos und dazu absolut rein. Denn im eigenen Kompost ist wirklich nur das drin, was man auch raufwirft. Doch auch ein Hobbyg\u00e4rtner kann beim Kompostieren vieles falsch machen: <\/p>\n<p><!--more--> <\/p>\n<p><strong>Denn nicht alles darf auf den Kompost:<\/strong><\/p>\n<p>Auf einem Komposthaufen werden organische Abf\u00e4lle durch Regenw\u00fcrmer, Bakterien und Pilze zu sogenanntem Humus umgewandelt. Der Kompost ist also nicht blo\u00df ein M\u00fcllhaufen, sondern eine M\u00f6glichkeit, organische Rohstoffe auf nat\u00fcrliche Weise aufzubereiten. Deshalb geh\u00f6ren auch nur organische Reste und Abf\u00e4lle auf den Haufen. Kohlenasche, Steine, Jogurtbecher oder der Inhalt eines Staubsaugerbeutels haben nichts auf dem Kompost zu suchen, diese Stoffe k\u00f6nnen nicht verarbeitet werden.<\/p>\n<p><strong>Der richtige Standort sollte nicht zu feucht und nicht zu trocken sein:<\/strong><\/p>\n<p>Suchen Sie sich f\u00fcr Ihren Komposthaufen, einen windgesch\u00fctzten, halbschattigen Platz im Garten. Wir haben einen unserer Komposthaufen am Rand unseres Eichenw\u00e4ldchen angelegt. Der Untergrund ist hier ebenerdig, gerade und wasserdurchl\u00e4ssig. In keinem Fall sollte der Komposthaufen in einer Vertiefung liegen, in der sich Regenwasser sammeln kann. Die Staun\u00e4sse verhindert, dass die Luft zirkuliert, der Kompost beginnt zu schimmeln und arbeitet nicht mehr richtig. Achten Sie au\u00dferdem bei der Standortwahl darauf, dass der Kompost leicht zu erreichen ist und um ihn herum genug Platz zum Arbeiten bleibt. <\/p>\n<p><strong>Auf die richtige Mischung kommt es an:<\/strong><\/p>\n<p>Um guten Kompost zu bekommen, sollten Sie versuchen, nicht immer die gleichen Abf\u00e4lle an der gleichen Stelle des Haufens entsorgen. Nur wenn Sie Abwechslung auf den Komposthaufen bringen, k\u00f6nnen sich die Reste optimal zersetzen. Rasenschnitt an einer Stelle zu hoch aufgeschichtet verfault. Mischen Sie also Grobes mit Feinem und nasse Abf\u00e4lle mit trockenen. Manche Dinge brauchen l\u00e4nger bis sie umgesetzt sind, zum Beispiel Eierschalen und ganze Unkrautpflanzen. Werfen Sie diese in die Mitte des Komposts, dort ist es warm und die Umsetzungsgeschwindigkeit am h\u00f6chstens. Auch das von den B\u00e4umen abgeworfenen Laub ist meistens n\u00e4hrstoffarm. Eichenlaub zersetzt sich nur langsam und beeinflusst durch seine Gerbs\u00e4ure den Kompost negativ. Das Gleiche gilt auch f\u00fcr das Laub von der Birke und Walnuss. Mischen Sie deshalb das Laub mit stickstoffreichen Gartenabf\u00e4llen, zum Beispiel Rasenschnitt oder Gem\u00fcseresten. Am einfachsten ist es, das Laub im Herbst mit dem Rasentraktor und Fangkorb vom Rasen aufzunehmen. Das Laub wird dabei zerkleinert und mit dem Rasenschnitt gemischt, so kann es gut verrotten. Bl\u00e4tter von Obstb\u00e4umen, Hainbuche oder Ahorn lassen sich gut kompostieren. <\/p>\n<p><strong>Selber bauen oder fertig kaufen<\/strong><\/p>\n<p>Wer selbst Hand anlegen will, baut sich einen Lattenkomposter mit Holz aus dem Baumarkt, oder nimmt dazu alte Holzpaletten. Ein Quadratmeter Grundfl\u00e4che ist f\u00fcr einen gr\u00f6\u00dferen Garten eine ideale Grundfl\u00e4che. Unser Komposthaufen ist acht Meter lang und drei Meter tief. Bef\u00fcllt wird er immer nur auf einer Seite. Die andere Seite dient dann der Entnahme. Wer weniger Platz hat und schnelle Ergebnis sehen will, kann einen Schnellkomposter kaufen. Diese Komposte arbeiten jedoch am besten, wenn man sie auf einen Schlag komplett f\u00fcllt. In beiden Kompostern beginnt die Umsetzung schon nach etwa drei Tagen. Aus dem Schnellkomposter k\u00f6nnen Sie den Humus bereits nach etwa zehn Wochen entnehmen, im offenen, selbst gebauten Kompost dauert es zehn bis zw\u00f6lf Monate, bis alles verrottet ist. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einiger Zeit habe ich \u00fcber die Umrandung bzw. Abgrenzung eines unserer Komposthaufen geschrieben, ohne n\u00e4her darauf einzugehen, wie so ein Komposthaufen eigentlich angelegt wird. 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