Heimwerken im Alter: nicht nur ein „Hobby“ für Senioren!

Viele Senioren machen sich gern selbst an die Arbeit, wenn es um kleine Reparaturen und Renovierungsarbeiten geht. Sie kümmern sich selbst, weil es sich kaum lohnt oder zu teuer wäre, den Handwerker zu rufen. Warum auch nicht? Gerade jetzt, im Vorruhestand, in der Rente, haben sie endlich die Zeit, ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen und sich mit lang zurückgestellten Projekten zu beschäftigen oder ihrem Hobby intensiver nachzugehen.

Die jüngere Generation wird in ihrer beruflichen Tätigkeit, mehr von PC und Co., als von handwerklicher Arbeit gefordert. Der Umgang mit Werkzeugen, wie Hammer, Säge und Hobel ist ihnen fremd.
Ein Zimmer zu tapezieren oder auch nur eine Lampe anzuschließen, gehört nicht mehr zur Normalität.

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Heimwerker

Wen wundert es da noch, dass Senioren gern und häufig gerufen werden, wenn im Haus der Kinder, Enkel oder der weitläufigen Verwandschaft eine Reparatur beziehungsweise Renovierung ansteht. Die Älteren wiederum freuen sich, jüngere Familienmitglieder praktisch unterstützen zu können und ihr „Expertenwissen“ anzuwenden.

„Wenn jemand geübt ist, weil er schon immer in Haus und Garten herumgewerkelt hat, spricht doch nichts dagegen, dies fortzuführen. Ungeübte Senioren können sich auch im Alter noch das notwendige Rüstzeug aneignen. Manche Baumärkte bieten Heimwerker-Workshops an Wochenenden an, bei denen man das nötige Wissen erwerben oder auffrischen und sich mit modernen Geräten vertraut machen kann.

Manchmal können jedoch auch Alltagsreparaturen wie das Richten einer klemmenden Haustür, das Aufhängen eines Spiegels oder der Austausch einer Deckenleuchte schwierig werden. Dann sollte man kein Risiko eingehen und sich Hilfe bei einem Familienmitglied holen.

Wie wichtig es ist regelmäßig, ausreichend Pausen einzulegen merke ich immer wieder. Die Muskelkraft lässt mit den Jahren nach, der Körper ist schneller erschöpft. Sogenannte Zwangshaltungen sollte man möglich vermeiden. Knien auf harten Untergründen nur mit guten Knieschonern, Arbeiten mit vorgebeugtem Oberkörper oder Überkopfarbeiten möglichst nur kurze Zeit.

Besonders wichtig: Zeit lassen, nicht alles auf einmal wollen und machen. Größere Arbeiten ruhig auf mehrere Tage verteilen. Das „Schnell mal eben“ geht immer zulasten der Sicherheit und damit auch der Gesundheit.

Auch auf seine Sehkraft sollte sich der Heimwerker verlassen können, selbst wenn er seine Werkzeuge blind beherrscht.

Bereiten Sie Ihren Arbeitsplatz stets gut vor. Räumen Sie alle Sachen aus dem Weg, über die Sie stolpern oder an denen Sie sich verletzen könnten.

Nicht jeder ist mit dem Talent gesegnet Heimwerkerprojekte zu erledigen, aber wer nicht gerade zwei linke Hände hat, kann sich immerhin mit Bastelarbeiten beschäftigen. Denn sobald der Kalender dünner wird und sich die dunkle Jahreszeit nähert, beginnt auch die Hochsaison des Bastelns.Dekupiersäge
Mit solchen Bastelarbeiten zu den Jahresfeiertagen können Sie ein Stück Gemütlichkeit in die eigenen 4 Wände bringen. Außerdem werden Sie feststellen, welch schöne Dinge man mit wenig Geld und einfachen Mitteln basteln kann und so stimmungsvolle Akzente ins heimische Wohnzimmer setzt.

Heimwerken im Alter ist also nicht nur ein Hobby für Senioren, sondern auch eine Bereicherung für die Familie, für Freunde und Bekannte und insbesondere für die Senioren selbst. Das Beschäftigen mit handwerklichen Dingen, die Bastelei zu den Feiertagen stärkt das Selbstbewusstsein, fördert den Gedanken, gebraucht zu werden und erhält eine gewisse Mobilität.

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