Altbausanierung – die Vorteile und Nachteile

Alte Häuser haben ihren Charme. Sie tragen Lebensspuren und haben ein eigenes Schicksal gemeistert. Dieser Reiz des Alten lässt den Trend, ein altes Haus zu sanieren immer wieder neu entfachten. Doch auch wenn die Liebe zum Alten noch groß ist, dürfen der Aufwand und die Kosten für eine Haussanierung nicht aus dem Blick verloren werden.
Immer wieder stehen Bauherren und Bauwillige vor der Frage, ob sie vieleicht ein altes Haus, das eventuell geerbt wurde oder das günstig zu kaufen ist, sanieren oder doch einen Neubau errichten sollen. Im Vordergrund sollte bei der Beantwortung dieser Frage immer eine Analyse der Kosten für eine Altbausanierung im Vergleich zu einem Neubau stehen. Hierbei sollte man auch die möglichen Vorteile einer Sanierung betrachten und dann die Risiken und Nachteile.

Altes Haus
Altes Haus

Die Vorteile einer Altbausanierung sind:

Sie haben es meist mit einem organisch gewachsenen Umfeld und einer gut ausgestatteten Infrastruktur zu tun in der Sie unter Umständen lange heimisch sind.
Ist das Haus schon in Ihrem Besitz fallen keine Erschließungskosten an, beim Kauf einer Altimmobilie in der Regel meist ebenfalls nicht. D.h. die entsprechenden Versorgungsträger wie Wasser, Abwasser, Gas und Strom sind bereits vorhanden.
Gärten sind angelegt, große Bäume spenden Schatten und Schutz, Sie müssen also nicht erst Jahre warten.
Neben Kindergärten und Schulen gibt es genügend Einkaufsmöglichkeiten, für die älteren Bewohner auch wohnungsnahe Arzt- und Apothekenversorgung, für die Jüngeren genügend Sport- und Freizeiteinricht-ungen. Sie kennen die Nachbarn bereits und wissen, mit wem Sie es zu tun haben oder Sie können anhand der Nachbarn entscheiden, ob Sie Ihr Wunschobjekt kaufen oder nicht.
In zentralen Lagen sind Sie mitten in einer pulsierenden Ortschaft oder gar Stadt.
Die Bauzeit für die Sanierung ist meist kürzer, es sei denn, Sie wollen oder müssen total entkernen und fast alles neu machen. Da in der Nachbarschaft auch alte oder ältere Häuser stehen, wird meist nicht ständig gebaut wie in einer Neubausiedlung.
Nicht selten ist Kauf und Sanierung günstiger als ein Neubau.

Bei einer Albausanierung ergeben sich folgende Nachteile und Risiken.

Man kann vorab nicht alle Kosten richtig abschätzen, Holzbalkendecken können sich z.B. in einem schlechteren Zustand befinden als gedacht, Fachwerk kann innen verfault sein, Das Dach Marode und/oder von Holzwürmern zerfressen – dann muss das Dach erneuert und eventuell finanzielle Reserven angegriffen werden.
Abbruchmaterial ist schwierig abzufahren, Material und Geräte können oft nicht bis an die Einbaustelle gebracht werden. Es gibt zuwenig Lagerflächen. Dies kann das Bauen nachhaltig verteuern. Nicht erkannte Gefahrstoffe im Abbruch wie zum Beispiel Giftstoffe im Dachstuhl können die Bauzeit verlängern, den Abtransport erschweren, die Kosten erhöhen und die Gesundheit gefährden. Wer den Grundriss verändern möchte ist meist sind durch die statischen Gegebenheiten oder durch Auflagen des Denkmalschutzes beschränkt. Erfolgerlebnisse stellen sich oft erst spät ein – während man beim Neubau das Haus schnell wachsen sieht, wird bei der Modernisierung oft zuerst abgebrochen, also rückgebaut und dann erneuert.
Nachteilig wirkt sich auch aus, wenn man während des Umbaus in dem Haus wohnen bleibt oder vor der Sanierung einziehen muss. Dann ist mit viel Staub und Lärm rechnen und andere Unannehmlichkeiten zu rechnen.
Man muss den Bestandsschutz der Nachbarn beachten, z.B. bei hohen Bäumen oder Gartenmauern
Während des Bauens sind häufig schnelle Entscheidungen nötig, die oft nicht ganz billig sind.

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5 thoughts on “Altbausanierung – die Vorteile und Nachteile

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  4. Uns hat dies sehr viel Geld gekostet. Wir haben uns auch mit dem Abbruchmaterial ein wenig verschätzt. Auf Seiten wie baufinanzierungsrechner.net kann man sich die Kosten der Albausanierung ausrechnen.
    Allerdings sollte man sich nicht nur auf die Zahlen verlassen, das wäre einfach zu wenig.

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