Fachwerkhaus sanieren (1)

Eine fachgerechte Sanierung durch einen in der Denkmalpflege erfahrenen Handwerker ist sehr teuer. Daher ist es fast selbstverständlich, dass ein Fachwerkhaus vom Bauherren überwiegend in Eigenleistung saniert wird.

Sanierungsbedürftiges Fachwerkhaus

Ein wichtiger Baustoff bei der Sanierung des Fachwerkhauses ist Lehm. Früher war Lehm ein besonders beliebter Werkstoff, da er günstig und schnell verfügbar war. Bis heute wird für Fachwerkhäuser Lehm verwendet, da er das Raumklima positiv bestimmt, Feuctigkeit aufnimmt, speichert und bei einer trockenen Witterung die Luftfeuchte wieder abgibt. So ergibt sich ein angenehmes und gesundes Raumklima.

Lehm ist eigentlich einfach zu verarbeiten, aber Lehm nicht immer gleich Lehm. Es gibt viele verschiedene Orte, an denen Lehm vorkommt, so dass jeder Lehm andere Eigenschaften vorweist. Möchte man mit diesem Baustoff arbeiten, ist es sehr empfehlenswert den Lehm bei einem Fachhändler zu kaufen und sich beraten zu lassen. Nach Möglichkeit sollte man ein Lehmbauseminar zu besuchen.

Ein weiterer typischer Baustoff für Fachwerkhäuser sind Mauerziegel. Hierbei ist besonders darauf zu achten, dass bei einer Erneuerung die Ziegel in der Beschaffenheit den alten Mauerziegeln entsprechen. Sie sollten diffusionsoffen und daher nicht zu hart gebrannt sein

Besonderes Augenmerk verlangt auch das verarbeitete Holz. Altes Holz, dass noch nicht von Schädlingen befallen ist, wird auch zukünftig nicht davon befallen werden. Es ist also nicht nötig, ein Holzschutzmittel zu verwenden. Ist das Holz allerdings beschädigt, muss eine gründliche Überprüfung der Konstruktion und
ggf. eine Erneuerung erfolgen. Bei einer Erneuerung empfiehlt es sich das Material aus einem Abbruchgebäude zu verwenden oder es bei einem Händler für historische Baustoffe zu kaufen.

Fachwerkhaus
Ein saniertes Fachwerkhaus

Alte Fachwerkhäuser erfüllen in keiner Weise den Anforderungen einer energiesparenden Wanddämmung. Hierbei ist es sehr sinnvoll, von innen eine zweite Schale, beispielsweise aus Schilfrohrplatten, zu bauen. Ebenfalls möglich ist eine zweite Schale aus KS-, Porenbeton- oder Blähtonsteinen.

Die Kosten für dieSanierung eines Fachwerkhauses kann schon tief in den Geldbeutel gehen. Wichtig ist an dieser Stelle zu wissen, dass es staatliche Fördermittel für die Sanierung von denkmalgeschützten Häusern gibt. Informationen hierzu erteilt die Denkmalschutzbehörde. In einigen Bundesländern gibt es auch Fördergelder direkt von der Denkmalschutzbehörde, auf die man allerdings keinen Rechtsanspruch hat.

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