Ein Gedicht


    Das Haus

    Ein Mensch erblickt ein Neid erregend
    Vornehmes Haus in schönster Gegend.
    Der Wunsch ergreift ihn mit Gewalt:
    Genau so eins möchte er halt!
    Nur dies und das, was ihn noch störte,
    Würd anders, wenn es ihm gehörte;
    Nur, wär er noch viel mehr entzückt
    Stünd es ein wenig vorgerückt . . .
    Kurz, es besitzend schon im Geiste,
    Verändert traumhaft er das meiste.
    Zum Schluss möchte er (gesagt ganz roh)
    Ein anderes Haus — und anderswo.

    unbekannt

2 thoughts on “Ein Gedicht

  1. „Das Haus“ ist von Eugen Roth!
    Wenn Du meinen Kommentar löscht, macht mir das auch nichts – Hauptsache ist, daß Du nun den Autor kennst!
    m.f.g. eho!

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