Hochbeet aus alten Baumaterialien selber bauen

Der nächste Frühling kommt bestimmt, obwohl man das jetzt noch nicht glauben möchte. Es wird aber trotzdem Zeit, sich wieder einmal Gedanken zu machen, was man in diesem Jahr verändern oder neu machen möchte. Wie wäre es mit einem Hochbeet für den Nutzgarten?

Unter einem Hochbeet versteht man Gartenbeete, die nicht ebenerdig angelegt sind, sondern sich über das übliche Beetniveau hinaus erheben. Als Gründe für das Anlegen einer solchen Variante des Gartenbeetes können genannt werden:

* eine frühere Erwärmung des Beetes,
* ungeeigneter, also nicht tiefgründiger oder nährstoffarmer Gartenboden,
* optimale Verwertung der Gartenabfälle,
* behindertengerechtes Betreiben eines Gartens.

Das Hochbeet bietet dem Gärtner auch die Möglichkeit, verrottbare Materialien, wie zum Beispiel Gartenabfälle, im Garten selbst zu verwerten. Wichtig ist jedoch immer eine sonnige und windstille Lage.
Im Hochbeet wächst einiges besonders gut, wie etwa der Kürbis: durch die Zersetzung der untersten Schichten, die aus grobem, halb verrotetem Material des Komposthaufens bestehen sollten, entsteht Wärme von unten, die das Wachstum fördert. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich bei der Pflege nicht so weit herunter bücken muss, was natürlich davon abhängt, ob das Hochbeet auch hoch genug ist!

Hochbeete lassen sich aus den unterschiedlichsten Materialien gestalten. Eine besonders reizvolle Bauweise ist die Verwendung alter Baumaterialien. So sind Hochbeete aus alten Mauer- oder Dachziegel nicht nur ein Beitrag zur Schonung der Umwelt, sondern auch etwas für das Auge.

Hochbeet
Hochbeet
Bild: © fotoknips – Fotolia.com
Welche Materialien verwendet werden können hängt zum Einen von der Verfügbarkeit und zum Anderen vom jeweiligen Geschmack ab. Sehr schön in der Ansicht, und sehr gut in der Wärmeaufnahme bei leichten Sonnenschein sind Biberschwanzziegel. Diese sollten auf Grund ihrer leichten Zerbrechlichkeit, immer nur hochkannt gestapelt werden.
Rustikal ist auch eine Bauweise aus alten Fichten-/ Kiefern- oder anderen Brettern. Die alte Fassung aus Brettern in Blockbauweise muss an denen senkrecht in die Erde eingebrachten Pfosten befestigt werden. Die Pfosten bringt man am besten in einer Dränageschicht oder einem kleinen Betonfundament im Boden an.

Hochbeet aus alten Brettern

Die Beetoberfläche sollte in etwa 70 bis 80 cm Höhe liegen. Höher sollte man das Hochbeet nicht gestalten da man sonst eine weitere Stabilisierung anbringen müsste. Damit man sehr gut auch in der Mitte des Beetes arbeiten, und die Mitte von beiden Seiten gut erreichen kann, sollte man darauf achten, dass das Beet nicht breiter als 1,20 m wird. Um dem Holz seines Hochbeets den Kontakt mit Erde zu ersparen, bringt man innen eine witterungsbeständige Folie an. Durch diese Folie trägt man wesentlich zu einer längeren Haltbarkeit des Hochbeetes bei.

Weitere Ideen zur Verwendung von altem Holz finden Sie hier.

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4 thoughts on “Hochbeet aus alten Baumaterialien selber bauen

  1. Pingback: Ein Hochbeet selber bauen - Gartentipps.info
  2. Hallo Karl-Heinz!
    Mein Vermieter möchte ein Hochbeet bauen und findet die Idee mit den alten Ziegeln aus mehreren Gründen gut.Soll Sie fragen, wie es geht.Haben Sie ne Art Bauanleitung?Ich hab ein Rückenproblem und freu mich schon drauf.
    Wäre super wenn Sie uns bald antworten.

    Schönes Wochenende

    Gruß Ch. Schuler

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