Holzfarben für einen frischen Look

Holz ist ein wunderbarer Werkstoff, der dennoch ein Mindestmaß an Pflege benötigt. Um seinen Charme lange zu behalten, ist also ein entsprechender Schutz notwendig. Holzfarben geben dem Holz daher nicht nur die gewünschte Farbe, sondern bewahren es auch vor Wettereinflüssen, Flecken und anderen Beschädigungen. Dabei sind allerdings nicht alle Holzfarben für jedes Holz und jeden Einsatzbereich geeignet. Dieser Beitrag zeigt, worauf man beim Kauf von Holzfarben achten sollte.

Wichtige Eigenschaften von Holzfarben

Im Baumarkt und Fachhandel gibt es für jeden Einsatzbereich eine große Auswahl an Farben – da fällt die Entscheidung oft nicht leicht. Der erste Schritt zur Wahl der richtigen Farbe ist jedoch der Einsatzbereich. Soll die Farbe für Holzmöbel oder Zäune im Außenbereich verwendet werden und ist die Fläche Wind und Wetter ausgesetzt oder ist es für den Innenbereich? Wichtig ist auch die Stärke der Belastung: So sind für den Fußboden andere Farben geeignet als für den Holzschrank. Ganz besondere Aufmerksamkeit sollte man der Auswahl der Holzfarbe schenken, wenn sie für Kinderspielzeug gedacht ist. Dann muss sie nicht nur geruchsneutral, sondern auch speichelfest nach DIN EN 71 (Teil 3) sein.
Neben dem Einsatzbereich sind aber auch weitere Eigenschaften von Holzfarben wichtig für die Kaufentscheidung:

  • Glanzgrad: z. B. seidenmatt, glänzend oder hochglänzend)
  • Färbung: farblos, natürliche Holzfarben oder bunte Farben)
  • Verbrauch: Verbrauchsangaben sind nur Orientierungswerte, helfen jedoch, Preise und Kosten für das Streichen zu kalkulieren.
  • Trockendauer: Wichtig, um die benötigte Gesamtzeit für das Streichen zu kalkulieren.
  • Lack oder Lasur?

    Eine weitere wichtige Entscheidung betrifft die Auswahl zwischen Lack und Lasur. Während Lacke die ursprüngliche Oberflächenstruktur des Holzes so abdeckt, dass sie kaum mehr erkennbar ist, bleibt bei der Verwendung einer Lasur die Maserung des Holzes weiterhin sichtbar. Je nachdem wie natürlich die Oberfläche aussehen soll, fällt die Wahl also auf Lasuren oder Lacke. Viele verschiedene Farbmöglichkeiten bieten beide Varianten, bei den Einsatzbereichen ist die Auswahl an Lacken für den Außenbereich jedoch etwas größer.

    Richtig streichen – so geht’s!

    Die neue Gartensaison steht vor der Tür und spätestens jetzt sollte das eigene grüne Reich wieder auf Vordermann gebracht werden. Holzmöbel, Holzzäune, Pergolen und Holztüren können jetzt einen frischen Anstrich gebrauchen und trocknen unter der warmen Sonne gleich viel schneller.

    Egal ob die Auswahl beim Streichen auf Lacke oder Lasuren fällt – die Vorbereitung des Holzes ist in beiden Fällen wichtig, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Bei bereits gestrichenem Holz muss zunächst die alte Farbe entfernt werden. Dabei helfen alkalische oder lösemittelhaltige Abbeizer (wobei ich diese nicht besonders mag), aber auch das Abspachteln mithilfe eines Heißluftgebläses oder das Abschleifen der alten Lackschicht ist möglich. Eine Atemschutzmaske ist dabei jedoch empfehlenswert, um ungesunde Dämpfe oder Staubteile nicht einzuatmen. Wer seine Holzmöbel lackiert, kann eine nicht allzu dicke, alte Lackschicht auch einfach überstreichen. Bei der Lasur müssen alte Farbreste dagegen komplett entfernt werden.

    Vor dem Lackieren bzw. Lasieren des Holzes sollte das Holz gründlich mit warmem Wasser gesäubert und anschließend geschliffen werden. Dabei beseitigt man nicht nur Staub, sondern auch eventuell vorhandene harzige Stellen.

    Nun geht es ans eigentliche Streichen. Zunächst wird dabei eine Grundierung aufgetragen. Während früher dafür spezielle Mittel genutzt wurden, kann man heute viele Holzlacke sowohl für die Grundierung als auch das Lackieren nehmen. Für ein gutes Ergebnis sollte das Holz dreimal gestrichen werden und dabei die jeweiligen Trocknungszeiten beachtet werden. Beim Streichen sollten selbstverständlich geeignete Pinsel verwendet, aber auch darauf geachtet werden, dass man stets in Richtung der Holzmaserung streicht und somit ein gleichmäßiges Ergebnis erzeugt. Besonders bei Lasuren zügig und gleichmäßig arbeiten, da eingetrocknete Flecken später nicht einfach übergestrichen werden können.

    Wer alle diese Tipps beachtet, wird sich in der anstehenden Gartensaison über Gartenmöbel, die wie neu strahlen, freuen und die Zeit im Garten gleich viel mehr genießen können.

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