Restaurieren mit dem Lötkolben – Gold, Silber und andere Materialien

Altes wieder aufpolieren und zu neuen Schmuckstücken machen, das ist die Leidenschaft vieler Hobbybastler. Ob es nun Möbel, Autos oder wirklich Schmuck ist, den sie restaurieren, sie tun es mit viel Liebe und einer besonderen Sorgfalt. Schließlich hat man es hierbei mit Stücken zu tun, die schon einiges gesehen haben, darunter Familienerbstücke oder andere Erinnerungen, die nicht nur einem selbst sondern auch kommenden Generationen ans Herz wachsen könnten. Mit der Technik des Lötens lässt sich vor allem im Bereich von Silber, Gold und ähnlichen Metallen viel ausrichten. So schafft man es, auch ohne besonders großes handwerkliches Geschick alte Teile wieder aufzupolieren und daraus etwas Neues zu erschaffen.

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Bild von: EliDuke

Mit Hilfe eines Lötkolbens ist das alles kein Problem. Dabei handelt es sich um Gerät, das das Metall erhitzt und daraufhin mit einem weiteren, so schmelzenden Material benetzt. So wird zwischen zwei Metallteilen eine zuverlässige Verbindung hergestellt. Wer Angst hat, vor allem wertvolle Teile so zu zerschmelzen, muss sich keine Sorgen machen, denn die Metallteile selbst werden nicht thermisch angeschmolzen (so wie beim Schweißen). Vielmehr wird zwischen ihnen an den Grenzschichten eine extrem dünne Legierungsschicht erschaffen. Aus diesem Grund kann man Löten nicht mit einer Klebverbindung vergleichen. Die Verbindungstechnik wird übrigens als die älteste der Menschheit bezeichnet. Angeblich stammen die ersten Nachweise aus der Zeit um 5000 vor Christus. Damals verwendete man die Löttechnik bereits dazu, aus Gold, Kupfer und Silber Schmuck herzustellen.
Lötkolben sind heutzutage im Handel weniger vertreten und die beste Auswahl findet man online bei Spezialisten. Dennoch ist es heute im Grunde noch dieselbe Technik, die dafür zum Einsatz kommt. Nicht nur zur Herstellung sondern auch zur Reparatur von Gold- und Silberschmuck kann ein Lötkolben praktisch verwendet werden, zum Beispiel dann, wenn man ein fehlendes Goldteil an einem Schmuckstück ersetzen möchte. Hierfür muss man das besagte Stück nicht unbedingt zu einer speziellen Reparatur bringen, sondern kann sich selbst helfen, wenn man das richtige Werkzeug und das entsprechende Know-How hat. Mit einem kleinen Lötgerät aus dem Elektrofachmarkt, Lötpaste, Goldlot und einer Schmuckzange hat man eigentlich die wesentlichen Utensilien zusammen.

Goldschmiedin
Goldschmiedin
Bild von: inkje / photocase.com

Mit der Lötpaste sorgt man beim Goldlöten dafür, dass das Goldlot stabil anhaften kann. Für die Arbeit muss man den Lötkolben stark aufheizen und das Goldlot daraufhin an die Spitze des Lötkolbens halten. Dieses wird durch die Hitze flüssig und es entsteht ein Goldtropfen, den man so schnell es geht an der entsprechenden Stelle am Goldschmuck anbringen sollte. So kann man die zwei zusammengehörenden Stücke miteinander verbinden. Ein ruhiges Händchen sollte man für diese Art von Arbeit schon mitbringen, ansonsten reicht es aber, sich mal professionell zeigen zu lassen, wie genau man es schaffen kann, mit der Löttechnik kleine Wunder zu vollbringen. Es ist ein sehr erfüllendes Hobby, da man so seine eigenen Schmuckstücke reparieren und zudem selber herstellen kann.

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