Ein Kräutergarten für zu Hause

Kräuterspirale
Fotos: www.antik-natur.de

Seit vielen Jahrhunderten wissen sich die Menschen bei vielen leichten Erkrankungen mit Heilkräutern zu helfen. Immer mehr Menschen entdecken die alte Kräuterlehre heute neu und setzen auf die gesunde Hilfe aus der Natur, statt auf die chemischen Pillen der Pharmaindustrie. Ein Heilkräutergarten lässt sich auch leicht im eigenen Garten anlegen und verleiht einem antiken Gebäude zusätzlichen Charme.

Was gehört in einen Heilkräutergarten?

Vor dem Anlegen des Gartens müssen zwei Fragen geklärt werden: Welche Heilpflanzen werden wohl häufiger für persönliche Beschwerden benötigt und welche Heilpflanzen gedeihen überhaupt im Klima des Wohnortes? Es macht keinen Sinn, mühsam den eigentlich in den Tropen beheimateten Ingwer züchten zu wollen, wenn es in der eigenen Region häufig friert und nasskalt ist. Da ist der Gang ins Reformhaus oder in den Bioladen mit wesentlich weniger Aufwand verbunden.

Leicht in Deutschland anzupflanzen ist beispielsweise die Kamille, die bei Erkältungen und Schnupfen hilft, während der Salbei bei Halsschmerzen seine Wirkung entfaltet. Schöllkraut bringt die Verdauung in Schwung und Baldrian hilft bei Einschlafproblemen. Andere Pflanzen sind hervorragende Vitaminlieferanten, die früher regelmäßig auf dem Speiseplan standen, aber heute fast vergessen sind, wie zum Beispiel die Brennnessel. Sie enthält sieben Mal mehr Vitamin C als eine Orange, einen hohen Eiweißanteil, der vor allem für Vegetarier interessant ist, sowie Mineralstoffe wie Magnesium, Kalzium und Eisen.

Das Anlegen des Heilkräutergartens

Wer sich gerade erst neu mit dem Thema Heilkräuter beschäftigt, sollte zunächst nur einige wenige Kräuter anpflanzen, bis deren unterschiedliche Anwendungsgebiete und Zubereitungsmöglichkeiten wirklich erlernt wurden. Später können immer noch weitere Kräuter angepflanzt werden, wenn sich das eigene Wissen vergrößert.

Kräutergarten aus Steinen
Ein Kräutergarten als Steinspirale angelegt

Daher sollte beim Anlegen des Gartens zunächst etwas Platz freigelassen werden. Dieser kann zum Beispiel genutzt werden, um eine Regentonne aufzustellen, in der Regenwasser zum Gießen gesammelt wird. Wenn der Kräutergarten später erweitert wird, kann die Tonne an einen anderen Ort gebracht werden.

Wichtig ist, dass die Kräuter getrennt voneinander gepflanzt werden, sodass sie sich nicht vermischen. Dies gilt vor allem für stark wuchernde Kräuter, die sich schnell vermehren. Mit zerbrochenen alten Dachpfannen oder großen Kieselsteinen lassen sich Trennmarker anlegen, die zudem auch noch hübsch aussehen. Um größere Kräuterbeete kann auch eine niedrige Hecke gepflanzt werden.

Töpfe für einzelne Kräuter

Empfindliche Kräuter, die den deutschen Winter draußen nicht überstehen würden, können auch in einzelne Töpfe gepflanzt werden. Im Sommer werden diese an einem Topfhalter befestigt oder einfach hübsch in Reih und Glied gestellt – und im Winter ins Warme nach drinnen gebracht. So bleiben sie über Jahre hinweg frisch und liefern gesunde Heilkräuter.

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